Science-Fiction für eine bessere Welt

Dieter Meiers Rinderfarm wagt sich im Kunstraum Kreuzlingen an ein Science-Fiction-Prozesskunst-Projekt. Warum es auf jeden Fall ein paar Superstars braucht, um die Welt zu retten, zeigt ein Film, der gerade entsteht.

Von  Judith Schuck
Dieter Meiers Rinderfarm: Jessica Jurassica, DJ Netlog aka Daif, Jeremias Heppeler. (Bild: pd)

Im Zentrum stehen Patriarchatskritik, Eskapismus, Klimawandel, Musiktheorie und eine grosse Portion Spass. Wer momentan den Kunstraum in Kreuzlingen betritt, braucht sicher einen Moment, um sich zu orientieren. Verschiedene Screens an der Wand mit Musik-Clips oder Erklärvideos. Ein Kleider- und Maskenfundus zieht sich quer durch den Raum. An einem riesigen Storyboard sind gepinnt: Gedankensplitter und Notizfetzen, Szenen aus dem Filmskript als Comic gezeichnet – Skizzen von Totalen und Close-Ups.

Finissage der Ausstellung und Premiere des (unfertigen) Films Capslock Superstar sampeln den Urknall in Zusammenarbeit mit KuK im KultX-Kino: 10. April, ab 16:00 Uhr

kunstraum-kreuzlingen.ch
capslocksuperstar.eu

Was auf der Wand entstand, ist «super random, sie wird selbst zum Werk», sagt Jessica Jurassica, bekannt als die Appenzeller Autorin mit der Sturmmaske. Gemeinsam mit Daif aka David Nägeli, Musiker aus Frauenfeld, und Jeremias Heppeler, intermedialer Künstler aus Tuttlingen, ist sie Macherin der Ausstellung «CAPSLOCK SUPERSTAR», die seit dem 18. Februar im Kunstraum wächst. Das kreative Trio selbst betitelt ihre Show als «spacegalaktisches Hardstyle-Musical».

DIY-Raumschiff für alle

Der Kunstraum und ein Budget wurden ihnen von Kurator Richard Tisserand zur Verfügung gestellt mit dem Auftrag, eine Ausstellung auf die Beine zu stellen. «Den Auftrag haben wir längst erfüllt», findet Jessica Jurassica.

Warum eigentlich nicht «VAGPIT» ? – Cockpit des CAPSLOCK-Raumschiffs im Kunsthaus Frauenfeld. (Bild: Judith Schuck)

Zur Ausstellung gehört noch ein besonderes Prunkstück, ein Raumschiff aus Paletten und Pappe und vielen blinkenenden Knöpfen, wie es sich gehört. Die dürfen auch alle gedrückt werden, das ist ausdrücklich gewollt. Kunst zum Begehen und Anfassen. Das Spaceship sieht richtig schön DIY aus, B-Movie-Ästhetik at its best, mit grünen Kunstlederautosesseln für die Crew.

Die Plakate von Joel Introvigne und Jeremias Heppeler an den Wänden verweisen darauf, was hier gerade entsteht. Die Besucher:innen befinden sich nicht in einer klassischen Ausstellung, sondern an einem Filmset.

Im Kosmos von Bösewichten und Superhelden

Das Pappschiff, das an die frühen Science-Fiction-Serien aus den 70ern erinnert, hat etwas Rührendes. «Diese B-Movie-Ästhetik wird im Keller aber wieder aufgebrochen», erklärt Jessica Jurassica. Im Tiefparterre, dem Keller des Kunstraums, stehen sich zwei parallel laufende Videos gegenüber.

CAPSLOCK SUPERSECURITY ist ein Raumschiffmodell von Joa alias Joachim Müller, gefilmt von Nicolàs Mennel. Es ist das Vehikel des Schurken Dark Satie, gespielt von Christof Heppeler, Vater von Jeremias. Ein schnittiges Teil aus der Raumschifffabrik.

Demgegenüber steht das nun von Tobias Rüetschi 3D-animierte Selfmade-Schiff von DJ Netlog (David Nägeli) und Jessica Jurassica, Musiker:innen der Hardstyle-Eurodance-Band CAPSLOCK SUPERSTAR – die fiktive Variante der real existierenden Band.

Besonders charmant: Der Antrieb des grauen Kugelraumschiffs besteht aus Laubbläsern. Dieser Laubbläser findet sich im Herzen des Storyboards und in einem Musik-Video von einer Performance an der Vernissage von Jessica Jurassica, die darauf ein Laubbläser-Solo spielt. (Bevor Jessica Jurassica den grossen Laubbläser spielen lernte, übte sie übrigens mit einem Vibrator).

Vorgeschichte zum Superheldenuniversum

So, wem das jetzt alles zu verwirrend war: Jessica Jurassica und Daif spielen in einer realen Band, die CAPSLOCK SUPERSTAR heisst. Jeremias Heppeler stiess in Buenos Aires dazu, wo David Nägeli 2019 einen Atelierstudienaufenthalt hatte. Dort gründeten sie die Punk-Band Dieter Meiers Rinderfarm und drehten einen gleichnamigen Film. Seitdem arbeiten sie immer wieder zusammen. Als Vorgeschichte zur aktuellen Ausstellung dient ein anderthalbstündiges Hörspiel, Reise zum CAPSLOCK SUPERSTAR.

Als das Trio vergangenes Jahr an einem schönen sonnigen Tag am Bodenseeufer sass, entdeckte es etwas, was diesen chilligen Nachmittag zerstörte: Ein schwarzes Loch über dem Bodensee, das alles zu verschlucken drohte. Die Idee zum spacegalaktischen Hardstyle-Musical war geboren und nimmt nun ihren Lauf im Kunstraum.

DJ Netlog und Jessica Jurassica können dieses Schwarze Loch und den Bösewicht Josef Bertold Hund mit ihrem Sound bekämpfen. Es geht um Asteroid-Jazz (eine von Jurassica, Daif und Heppeler begründete Musikart, die wie raunende Ursuppe mit Alienseufzern klingt) und das legendäre Laubbläser-Solo. Denn die Katastrophe kann nur abgewendet werden, indem der Urknall gesampelt wird. Eine Aufgabe, die vielleicht CAPSLOCK SUPERSTAR bewältigen können. Wegen Spoilergefahr sei vorerst mal nicht mehr verraten, die Filmpremiere kommt schliesslich erst noch.

Ohne Akademie trotzdem Kunst und Theorie

Die Story klingt wie oft bei Science-Fiction-Verfilmungen ordentlich platt. Doch wie wir seit Star Wars, Alien oder neueren Ridley Scott Filmen wie Prometheus wissen, kann ein platter Plot so doll ausgeschmückt werden, dass die Ursprungshandlung dabei fast vergessen geht. Für den Film CAPSLOCK SUPERSTAR diente Blade Runner als Vorlage, verrät Jeremias Heppeler. Man wisse nie so recht, wer Mensch und wer Android sei. Ausserdem gibt es die Metapher der Musik als Waffe und «eine Zeitreise durch das Pop-Universum sowie viel Pop-Theorie», so Jessica Jurassica.

Aus der Grundidee des Films ist ein Potpourri an allem Möglichen entstanden, ein eigenes kleines Kunstuniversum. Die DIY-Ästhetik wählten Jurassica, Daif und Heppeler bewusst. Sie wollen zeigen, dass jeder alles machen kann. Man brauche kein Kunststudium, um Kunst machen zu können. In der Regel achtet der Kurator des Kunstraums durchaus darauf, dass die ausstellenden Künstler:innen einen akademischen Background haben – doch auch wenn sich gerade Jurassica und Daif gerne gegen diese Akademisierung aufstellen, bringen sie zwar kein Kunststudium, aber dennoch alle Uni-Erfahrungen, wenn nicht gar Abschlüsse mit.

Weg von der Akademie, raus in die Gesellschaft ist dabei kein neuer Ruf. Die Avantgarden der 1960er übten sich bereits darin. Auch der Ansatz der Generativen Kunst, einhergehend mit Performance und Kunst zum Anfassen stammt bereits aus dieser Zeit. Heute wird die Sache nochmal anders spannend mit Blick auf das Internet, das einen niederschwelligeren Zugang zur Kunst ermöglichen kann und neue Techniken bereitstellt.

Viele Künstler:innen am Prozess beteiligt

Das Science-Fiction-Musical ist aber nicht nur Spass. Klar, die Arbeit an der Ausstellung und dem Film, die ein durch Zufälle gelenkter Prozess ist, mache mega Spass. Aber sie wollen als Kunstschaffende ernst genommen werden. «Wir diskutieren über jede Kleinigkeit oft monatelang», sagt Heppeler.

Tobias Rüetschis 3D-animiertes Laubbläser-Raumschiff.

Und sie haben sich Profis aus dem Freundeskreis hinzugeholt: es benötigte drei Tage Rechenleistung, bis Tobias Rüetschis 3D-Render CAPSLOCK SHOOTINGSTAR fertig war. Ornella Steiger, Textilkünstlerin aus dem Appenzellerland, fertigte die Kostüme ebenfalls vor Ort. Geplant war ohnehin, dass jede Woche jemand hinzustösst und sich in das Projekt einbringt. «Wir wollen ein richtiges Superhelden-Team erschaffen», sagt Jessica Jurassica.

Warum braucht es aber in Zeiten von Krieg und Klimawandel genau diese Superhelden in diesem Film? Das schwarze Loch sei augenscheinlich eine Metapher, die für die Klimakatastrophe stehe, erklärt Heppeler. «Aber ich bin schon auch Fan von einem gewissen Eskapismus, das Raus-Zoomen aus einer belastenden Realität und sich auf andere Weise mit der Problematik auseinanderzusetzen, darin liegt doch eine grosse Chance.»

Ausserdem verhandle der Film die weibliche Superstar-Rolle. «Science-Fiction macht extrem Spass und regt die Fantasie mega an.» Jessica Jurassica ist überzeugt, dass es hilfreich ist, mit einer gewissen Distanz auf die Probleme der Realität zu schauen. «Für mich geht es vor allem um die patriarchialen Strukturen in der Musikkultur.» Daifs Message ist vor allem «machen, um zu zeigen, dass es geht.»

Prozess geht nach Finissage weiter

Die Effektivität von Omikron hat das Dreier-Team während ihres Work-in-Progress-Projekts immer wieder in der Planung zurückgeworfen, da alle zu unterschiedlichen Zeiten erkrankten. Der fertige Film sollte am 10. April im Kult-X Kreuzlingen Premiere feiern. Corona hat den Schaffensprozess mehrmals unterbrochen. Am 10. April wird es folglich nicht den kompletten Film zu sehen geben, aber die Zuschauer:innen würden auf jeden Fall Sehenswertes gezeigt bekommen.

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