Kategorie
Autor:innen
Jahr

Tanzplan muss sich neu erfinden

Ab Ende 2026 erhält Tanzplan Ost keine kantonsübergreifenden Fördergelder mehr. 320'000 Franken alle zwei Jahre fallen weg – und damit auch wichtige Grundlagen für die zeitgenössische Tanzszene in der Region.
Von  Corinne Riedener
Probeszene aus Soraya Leila Emerys Stück TURN ON mit den Performerinnen Eman Hussein, Donya Speaks und Léna Sophia Bagutti Khennouff. (Bild: Michelle Ettlin)

Die Proben laufen auf Hochtouren, Soraya Leila Emery und Neil Höhener sind im Endspurt. Am 17. Oktober feiern ihre Tanzstücke TURN ON und An Act als Doppelabend Premiere. Entstanden sind sie im Rahmen des «Associated Artist Programme» von Tanzplan Ost (TPO). Alle zwei Jahre können hier zwei ausgewählte Choreograf:innen je ein zeitgenössisches Tanzstück erarbeiten und erhalten dafür einen Koproduktionsbeitrag, einen monatlichen Lohn sowie Unterstützung in Sachen Dramaturgie, Organisation und Infrastruktur.

Emerys Stück TURN ON beleuchtet die weibliche Lust aus feministischer Perspektive. Ihre drei Performerinnen bewegen sich solo oder im Zusammenspiel durch den Raum. Durch eine Mischung aus Tanz- und Grappling-Techniken will das Stück Narrative rund um weibliche Sexualität, Körperautonomie und Empowerment neu denken. Höheners Solostück An Act ist auto- und körperbiografisch inspiriert und setzt sich mit der eigenen Identität und Physis sowie deren Fluidität auseinander – eine traumhafte Suche nach ständiger Transformation, verspricht die Ankündigung.

Soraya Leila Emery und Neil Höhener (Bilder: A. Peyer / Claude Hofer)

Nach der Premiere und zwei weiteren Abenden im Tanzhaus Zürich gastiert die TPO-Tour im Phönix Theater Steckborn und in der Bachturnhalle Schaffhausen. Dass die Aufführungen an diesen Orten stattfinden, also eher am Rand der TPO-Kernregion, ist einigermassen symptomatisch für die Zustände in den meisten Ostschweizer Kantonen: Der Tanzszene fehlen oft adäquate Probe- und Auftrittsmöglichkeiten. Spielstätten wie das Tanzhaus Zürich bieten da vergleichsweise grosszügige Bedingungen.

Geprägt vom Prekariat

Der Platz ist nicht das einzige Problem. «Das professionelle zeitgenössische Tanzschaffen ist immer noch geprägt vom Prekariat», erklärt Romeo Oliveras. Er ist seit 2023 Projektleiter bei Tanzplan Ost sowie Geschäftsleiter des Vereins IG Tanz Ost, der das Projekt Tanzplan trägt. «Es gibt viele engagierte Tänzer:innen in der Region, aber sie haben meist immer noch zu wenig Lohn, geschweige denn eine ordentliche Absicherung im Alter, bei Unfällen oder Krankheiten. Viele wandern darum in urbanere Gebiete ab, wo die Arbeits- und Rahmenbedingungen besser sind.»

Das Problem ist nicht neu. Vor über 20 Jahren gründeten Pro Helvetia und das Bundesamt für Kultur (BAK) gemeinsam mit Städten, Kantonen, Verbänden und Tanzschaffenden das nationale Projekt Tanz. Die Rahmenbedingungen für Tanzschaffende in der Schweiz sollten verbessert und die Qualität weiterentwickelt und nachhaltig gesichert werden. Gleichzeitig hoffte man so zu verhindern, dass die besten Tanzschaffenden weiter ins Ausland abwandern. Und rasch wurde dabei klar: Der zeitgenössische Tanz war massiv unterfördert.

Aus diesem Antrieb heraus ist 2009 auch das Projekt Tanzplan Ost ins Leben gerufen worden. St.Gallen, Ausser- und Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Thurgau, Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein haben sich zusammengetan, um den zeitgenössischen Tanz in der Ostschweiz mit einem kantonsübergreifenden Modell gezielt zu fördern und die freie Tanzszene sichtbarer zu machen.

Ende der kantonsübergreifenden Förderung

Das Budget von Tanzplan Ost beträgt derzeit gut 600’000 Franken pro Zweijahreszyklus. Die Hälfte davon, rund 320’000 Franken bezahlen die Ostschweizer Kantone und die Kulturstiftung Liechtenstein, die andere Hälfte kommt von Stiftungen. Nach bald 15 Jahren soll diese koordinierte Förderung jetzt aber auslaufen. Die Ostschweizer Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK) hat beschlossen, das Projekt Tanzplan Ost nur noch bis Ende 2026 zu finanzieren. Der Entschluss fiel bereits im Herbst 2023.

«Die wichtigsten Ziele des Fördergefässes Tanzplan Ost waren eine grössere Bekanntmachung der Sparte und eine bessere Verbreitung und Vernetzung», sagt Ursula Steinhauser von der KBK-Ost auf Anfrage. Das Projekt habe sich in den vergangenen 15 Jahren sehr gut und auch bedarfsgerecht weiterentwickelt. Die Bilanz der KBK habe gezeigt, dass die Ziele erreicht worden seien. «Wir konnten ein qualitatives Schaffen ermöglichen und haben in der Ostschweiz mittlerweile überzeugende Tanzproduktionen, die auch eine beachtliche Verbreitung finden. Das freut uns sehr. Die IG Tanz Ost macht einen tollen Job.»

Gleichzeitig müsse man sich fragen, wie lange es zu rechtfertigen sei, einen spezifischen Bereich so lange in diesem Mass zu fördern. «Wir sind gemäss unseren Förderleitbildern der kulturellen Vielfalt verpflichtet», erklärt Steinhauser, «darum wollen wir nach 15 Jahren intensiver Förderung des zeitgenössischen Tanzes nun ein anders Thema in den Fokus nehmen.» Welches das ist, will Steinhauser nicht verraten. Ohnehin flössen die Tanzgelder noch bis Ende 2026. «Bis dahin haben auch wir Zeit, um etwas Neues zu entwickeln.»

Downsizing ist unumgänglich

Etwas Neues entwickeln muss nun auch das Team der IG Tanz Ost. Es kann den Entscheid der KBK-Ost aufgrund der angegebenen Begründung nur begrenzt nachvollziehen, denn «der Entzug der Gelder bedeutet für uns auch ein Entzug der Arbeitsgrundlagen», erklärt Geschäftsleiter Oliveras. «In Zukunft müssen wir mit massiv weniger Ressourcen auskommen.»

Der Wegfall der 320’000 Franken alle zwei Jahre sei kaum durch zusätzliche Stiftungsgelder zu kompensieren. «Ohne die öffentliche Hand im Rücken sprechen viele Stiftungen gar nicht erst einen Beitrag. Da müssen wir uns neue Herangehensweisen überlegen.» Und ob die einzelnen Kantone einspringen, sei ebenfalls fraglich, sagt Oliveras. «Tanzplan funktioniert auf Bewerbung. Wir können also nicht vorhersagen, aus welchen Kantonen die von uns geförderten Tanzschaffenden jeweils kommen.»

Downsizing ist also das Gebot der Stunde. Oliveras und das Team arbeiten bereits an einem neuen Konzept – schon wieder, denn erst 2021 haben sie in einem grossen Aufwisch das damals zehnjährige Tanzplan-Konzept erneuert und stärker auf Inhalt und Kreation ausgelegt. Jetzt, nach nur zwei bzw. drei Zyklen, müssen sie es bereits wieder revidieren.

TPO Tour 2024:

17., 18. und 19. Oktober Tanzhaus Zürich, 24. Oktober Phönix Theater Steckborn und 3. November Bachturnhalle Schaffhausen

Infos und Tickets: tanzplan-ost.ch

sorayaleilaemery.com
neilhohener.com

Keine Tour, dafür Recherche

Aufgrund der reduzierten Fördergelder wird Tanzplan Ost ab 2027 kein «Associated Artist Programme» samt Tour mehr anbieten können. Die neue Projektskizze sieht stattdessen ein mehrwöchiges Recherche- und Residenzprogramm für ausgewählte Tanzschaffende aus der Region vor. «Wir wollen gezielt bei der Recherche anzusetzen», erklärt Oliveras. «Dieser Teil des künstlerischen Prozesses ist meist unbezahlt, jedoch unumgänglich, um eine qualitative Tanzproduktion zu ermöglichen. Das Residenzprogramm kann diese Lücke füllen.»

Weiterhin angeboten werden soll das TPO ChoreoLab. Und neu sogar jedes Jahr. Dieses Workshopformat ist ein wichtiges Austausch- und Vernetzungsinstrument für die regionale Szene. 20 Tänzer:innen und Choreograf:innen arbeiten und experimentieren eine Woche lang gemeinsam an einem Ort. Die entstandenen choreografischen Skizzen werden am Ende der Woche einem lokalen Publikum gezeigt. «Für den Zusammenhalt der Szene ist diese Woche essenziell», sagt Oliveras. «Aus diesem Boden wachsen immer wieder neue Kooperationen und Projekte – und nicht zuletzt Freundschaften.»

 

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Zu Be­such in der El-Hi­da­je-Mo­schee 

Die SVP macht seit Wo­chen Stim­mung ge­gen die ge­plan­te neue Mo­schee der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je in St.Gal­len. An­läss­lich ei­nes öf­fent­li­chen Rund­gangs der SP stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Pro­jekt vor – und räum­ten mit vie­len Vor­ur­tei­len auf.

Von  David Gadze
El hidaje rundgang david gadze

Ein le­ben für die Kunst

Jim Di­ne ge­hört zu den be­deu­tends­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler:in­nen. Seit ein paar Jah­ren er­schafft er sei­ne Skulp­tu­ren vor­nehm­lich im Sit­ter­tal. In die Kunst­gies­se­rei ver­lieb­te sich der Pop-Art-Pio­nier bei sei­nem ers­ten Be­such vor fast 20 Jah­ren.

Von  David Gadze
260708 Jim Dime Florin Roeoesli DSC6138

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur für die HSG

Al­les deu­tet drauf hin, dass die Uni St.Gal­len dem­nächst in den bis­he­ri­gen Haupt­sitz der Hel­ve­tia-Ver­si­che­rung, ge­plant vom Bas­ler Ar­chi­tek­tur­bü­ro Her­zog und de Meu­ron, als zwei­ten gros­sen Stand­ort auf dem Ro­sen­berg ein­zie­hen kann. Zu­sätz­lich ist ein Holz­bau mit Se­mi­nar­räu­men in Pla­nung.

Von  René Hornung
Hekvetia Hd M

FCSG vs. She­riff Ti­ras­pol 5:1 – St.Gal­len nach Schüt­zen­fest ei­ne Run­de wei­ter

Der FC St.Gal­len zeigt sich ge­gen She­riff Ti­ras­pol von sei­ner bes­ten Sei­te und ge­winnt das Spiel nicht nur sou­ve­rän, son­dern auch hoch mit 5:1. Wei­ter geh­t's im Play­off ge­gen den FC Nordsjæl­land aus Dæ­ne­mark.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Jubiläum

«Je­de Ge­ne­ra­ti­on muss­te die Fir­ma neu er­fin­den»

Von  Roman Hertler
Gallus Samuel Portrait sw WEB

Hin­term Bahn­gleis be­ginnt das Uni­ver­sum 

Durch bun­te Ga­la­xien bis in ein Meer aus Kat­zen­streu. Die Aus­stel­lung «Hin­ter’m Mond» vom Künst­ler:in­nen­kol­lek­tiv U5 und Mo­ni­ka Stal­der im Stell­werk in Heer­brugg lädt zu ei­ner in­ter­ga­lak­ti­schen Rei­se ein. 

Von  Vera Zatti
IMG 0500

Ex­ci­ting, un­hin­ged und häs­sig

Die Ost­schwei­zer Band Drill bringt mit Ca­thar­sis ei­ne neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wil­der Ritt auf schwe­ren Gi­tar­ren­riffs, bei dem Me­tal­co­re auch mal auf Hy­per­pop trifft.

Von  Jeremias Heppeler
DRILL Pressphoto 2 Full

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 7

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 7: Rat­haus­oper Kon­stanz, Charles Uz­ors The Gre­at Wall. A La­by­rinth, Clanx-Fes­ti­val und Rund­gän­ge zu Wi­bora­das Schwes­tern. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Till The Morning Rises Pfister Noemi

FC St.Gal­len vs. FC Lu­zern 2:2 – Im­mer­hin ein Punkt

Ge­gen die­ses Lu­zern müss­te der FC St.Gal­len ei­gent­lich drei Punk­te ein­fah­ren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es im­mer­hin ei­ner wird. Der Aus­gleich ge­lingt erst weit in der Nach­spiel­zeit per Pe­nal­ty. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Ein er­staun­li­ches Werk

Her­bert Rauch (1929–2012) war Brief­trä­ger und Künst­ler. In den Schwarz-Weiss-Fo­to­gra­fien des Rank­wei­lers er­schei­nen Ob­jek­te wie Stei­ne und Fe­dern als abs­trak­te, gra­fi­sche Ge­bil­de. Nun ist ein Fo­to­band zu sei­nem Spät­werk er­schie­nen, und im Schau­raum Re­né Dal­pra in Alt­ach sind sei­ne Ar­bei­ten aus­ge­stellt.

Von  Ariane Grabher
2 HR M Steine 2009 124x154 r duplex WG5 RGB

Stadt der Un­der­dogs

Ei­ne Bun­des­rä­tin, meh­re­re Na­tio­nal­rät:in­nen und die Po­li­trap­per der Stun­de: Al­le kom­men sie aus der Klein­stadt Wil. Ei­ne Er­kun­dung vor den Lo­kal­wah­len.

Von  Kaspar Surber
Lukas reimann mike sarbach ursula haene

Mehr Platz für Bü­cher und Ma­te­ri­al­mus­ter

Ei­nes der vie­len Ge­bäu­de des Sit­ter­werks, die vor ge­nau 100 Jah­ren er­bau­te Schwarz­fär­be­rei, be­her­bergt heu­te die Kunst­bi­blio­thek und die Ma­te­ri­al­mus­ter­schrän­ke. Ei­ne Auf­sto­ckung soll künf­tig mehr Platz schaf­fen.

Von  René Hornung
Sittwerwerk Aufstockung Bibliothek

Sze­na­ri­en für die Vo­lie­re im St.Gal­ler Stadt­park

Noch bis in den Herbst hin­ein und auch in den zwei fol­gen­den Som­mern bleibt die Vo­lie­re im Stadt­park ei­ne Bu­vet­te. Ab 2029 wird sie zur «Mai­son des œufs», zum di­dak­ti­schen Hüh­ner­hof. Die ein­ge­reich­ten Ideen sa­hen noch ganz an­de­re Nut­zun­gen vor.

Von  René Hornung
Maison des oeufs 1

Stimm­bür­ger:in­nen ent­schei­den über Tem­po 30 auf Haupt­stras­sen

Der Streit ums St.Gal­ler Ver­bot von Tem­po 30 auf Haupt­ver­kehrs­ach­sen geht in die nächs­te Run­de: Das Re­fe­ren­dums­ko­mi­tee hat die not­wen­di­gen Un­ter­schrif­ten ge­gen ei­ne Än­de­rung des kan­to­na­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­set­zes ein­ge­reicht. Da­mit wird das Stimm­volk über die Fra­ge ent­schei­den. 

Von  Reto Voneschen
Tempo 30 1 reto voneschen

Kolumne: 24/7 Traumacore

He­al­ing Jour­ney von Wil nach Wie­ner Neu­stadt

Von  Mia Nägeli

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 6

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 6: «Weg­war­te 002», Sur le Lac, Win­ter­thu­rer Mu­sik­fest­wo­chen und Schloss­fest­spie­le Wer­den­berg. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Ragazzi di vita 2024

Ben­fi­ca vs FC St.Gal­len 5:0 – Wei­ter geh­t's in der Con­fe­rence Le­ague

Der FCSG kriegt beim Aus­wärts­spiel in Lis­sa­bon die Gren­zen deut­lich auf­ge­zeigt. Sie ver­lie­ren das Spiel 0:5. Da­mit geh­t's für den FCSG jetzt ge­gen She­riff Ti­ras­pol in der Con­fe­rence Le­ague wei­ter. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bild­ge­wal­ti­ges Epos mit nach­hal­ti­gem Sei­ten­ef­fekt

No­ti­zen zu Chris­to­pher Nolans The Odys­sey

Von  Florian Vetsch
Odysseus und Athene

Vie­le For­mu­la­re, zwei Ge­sprä­che und ei­ne Power­point-Prä­sen­ta­ti­on

An­ja Braun leb­te be­reits 18 Jah­re in der Schweiz, als sie sich ge­mein­sam mit ih­rer Fa­mi­lie ent­schied, sich ein­zu­bür­gern. Es war ein lo­gi­scher Schritt. Das Ver­fah­ren war es nicht im­mer.

Von  Andi Giger
260722 illustration einbuergerung 2

Neues Buch

Zwi­schen Cha­os und Hoff­nung – La­ra Stolls Gun­ni

Von  Kathrin Reimann
215790