Im Konstanzer Open-Air-Theater wird im Stück Katharina Knie die gleichnamige Tochter einer Zirkusfamilie beim Stehlen von Futter für ihren Esel vom Bauern erwischt und zu einem Jahr Hofleben verdonnert. Es kommt, was kommen muss: die Liebe. Und so steht sie nach Ablauf der Frist vor einer schweren Entscheidung. Sicherheit oder Kunst? Sesshaft sein oder herumreisen? Bauernhof oder Zirkus?
Katharina Knie: 29. Juni bis 24. Juli, jeweils 21 Uhr, openair vor dem Zelt
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Regie führt Martina Eitner-Acheapong – bekannt aus Fernsehproduktionen wie Tatort oder Stromberg und bereits mit Die Vermessung der Welt regieführend am Konstanzer Theater. Sie verspricht dem Publikum einen melancholischen und traumhaften Abend mit Liveband und Akrobatiknummern vor dem Zirkuszelt, das als Kulisse dient, aber garantiert kein «Henkeltöpfchensommertheater»!
Im Zelt selbst findet die Inszenierung von Foottit und Chocolat statt. Es wird die Geschichte des ersten dunkelhäutigen Clowns erzählt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Sklaverei entflohen und als Clown auf den Bühnen Frankreichs zu sehen war.
Footit und Chocolat: bis 27. Juli, jeweils 20 Uhr im Zelt
Es ist eine Geschichte von Freundschaft, von Menschlichkeit und von der Lebensparabel des Erfolgs, an dem viele Biografien zerbrechen, erklärt der Schweizer Clown Olli Hauenstein, der Foottit spielt. Ramsés Alfa begibt sich in die Rolle von Chocolat, dessen reale Vorlage übrigens auch der erste Krankenhausclown war. Begleitet wird auch diese Inszenierung von einer Band.
Für Kinder ab sechs Jahren gibt es das Stück Sagt der Walfisch zum Thunfisch zu sehen, das sich auf einen beliebten Kinderwitz bezieht, der so weitergeht: «Was soll ich tun, Fisch? – daraufhin erwidert der: Du hast die Wahl, Fisch!» Mit ähnlicher Sprachakrobatik geht es hier um die Figuren Ich und Du, die gemeinsam auf die Arche wollen, wo Noah nur die hineinlässt, die gut Witze erzählen können. Ich scheitert daran und Du bleibt letztlich bei ihm.
Walfisch & Tunfisch: bis 21. Juli, jeweils 15 Uhr im Zelt
Es geht also um Beziehungen, um ein Miteinander und um die Suche nach einer gemeinsamen Sprache. Der ambitionierte Text des preisgekrönten Autors Carsten Brandau verlangt den Schauspielern einiges ab, die Regisseurin Nora Bussenius zeigt aber sehr viel Spass bei der Entwicklung der Inszenierung.
Und der Circus Salto Mortale präsentiert seine eigenen Zirkusshows: am Sonntag, 14. Juli um 19 Uhr sowie am Donnerstag, 25. Juli um 20 Uhr. Auch hier ist das Motto: Hereinspaziert! Auf ins Zirkuszelt!
Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.
Seit elf Tagen befindet sich Velat Aydin vor dem Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen im Hungerstreik. Im Gespräch mit Saiten erzählt der Kurde, woher er kommt und weshalb politischer Aktivismus so wichtig ist.
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Kolumne: Stimmrecht
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Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 1: Openair-Kinos, Blablabor – «Guerilla Radio», Michail Pirgelis – «HYLE», «Heimatflimmern», Kulturfestival St.Gallen, Leonce und Lena, Kunstspaziergänge und Musik im «Flöözli» sowie Rundgänge zum Blumenwies und zur Schwammstadt.
Der «Landesverräter» war gern am Fluss
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