Kategorie
Autor:innen
Jahr

Kulturpolitiker:innen gesucht

Am 22. Oktober wählen die Schweizer Stimmberechtigten ihr Parlament für die nächsten vier Jahre. Personen, die sich explizit und mit Verve für die Kulturpolitik einsetzen, sind auf den Ostschweizer Listen kaum zu finden. Das hat Gründe, unter anderem muss das Profil «Kulturpolitiker:in» von nationalem Format erst noch erfunden werden.
Von  Corinne Riedener
Augen auf beim Wählen! (Bild: Lika Nüssli)

«Arm, aber sexy» lautete das Motto Mitte September am Kulturstammtisch in der St.Galler Militärkantine, wo über die prekäre Situation von Kulturschaffenden diskutiert wurde. Unter den Gästen war auch Mathias Müller, Mitte-Kantonsrat, Nationalratskandidat und Stadtpräsident von Lichtensteig. Er sagte: «Es ist für Politiker:innen nicht sexy, sich für Kultur zu engagieren. Wer Karriere machen will, sucht sich andere Themenfelder.» Damit spricht er eine unbequeme Wahrheit aus. Kulturpolitik wird oft als Nebensache behandelt und ist nicht unbedingt das, womit man sich im Parlament profilieren kann. Noch weniger auf nationaler Ebene, denn Kulturpolitik und insbesondere die Kultur-förderung sind eine föderale Angelegenheit.

Der grösste Anteil der rund drei Milliarden Franken pro Jahr, mit denen die öffentliche Hand die Kultur unterstützt, kommt aus den Kantonen und den Gemeinden. Bern steuert lediglich gut 10 Prozent bei. Ausserdem alle vier Jahre die Kulturbotschaft, in der die strategische Ausrichtung mit Zielen und Massnahmen festgelegt wird. Die Kulturbotschaft 2025–2028 befindet sich bei Redaktionsschluss dieses Hefts noch in der Vernehmlassung. Sie will in der Kulturförderung neue Akzente setzen, diese soll nachhaltiger, digitaler und sozialer werden, auch als Reaktion auf die schwierigen Pandemiejahre. Der Bundesrat will in der Periode 2025 bis 2028 gut eine Milliarde in die Förderung stecken. Das ist zwar mehr als die 934,5 Millionen in der letzten Periode, reicht aber wohl kaum, um die Teuerung auszugleichen. Die Milliarde soll unter anderem die Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden verbessern und die digitale Transformation unterstützen.

Die Pandemie sei ein Schlüsselmoment für die Kultur in der Schweiz gewesen, schreibt das Bundesamt für Kultur BAK in seiner Medienmitteilung zur neuen Kulturbotschaft. Der Unterbruch des kulturellen Lebens habe daran erinnert, «wie wichtig Kultur für das Zusammenleben in der Gesellschaft und für das Wohlbefinden der Menschen ist». Diese Feststellung ist nicht neu – und sie hat Löcher. Das Kulturschaffen ist ja nicht stillgestanden, es hat sich einfach anders gezeigt. Jedenfalls gehört das grundsätzliche Bekenntnis zur Kultur auch in fast allen Parteien zum guten Ton – low hanging fruit.

Kultur und Karriere als Widerspruch?

Trotzdem: Kulturpolitik hat ein Imageproblem, auch ein Lobbyproblem. Mit Kulturpolitik lassen sich nicht genug Stimmen fangen, lassen sich kaum medienwirksame öffentliche Auftritte und einträgliche VR-Mandate generieren, höchstens halbgare Stiftungsratssitze. Kulturpolitik hat verglichen mit anderen Politikfeldern ein geringeres Ansehen. Für ambitionierte Menschen in der Politik sind solche Überlegungen relevant.

Dabei könnte Kulturpolitik, wenn sie umfassend gedacht und angegangen wird, ein durchaus attraktives und auch karriereförderliches Pflaster sein. Sie berührt so viele Themenbereiche wie kaum ein anderes politisches Feld: Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Bildung, Migration, soziale Gerechtigkeit, Internationale Beziehungen, Altersvorsorge, Digitalisierung, Raumentwicklung, Tourismus, Inklusion, Medien und so weiter. All diese Felder sind relevante Faktoren in der Kulturpolitik – und im Kulturgeschehen selber, werden die politischen Megathemen doch regelmässig auch dort verhandelt und katalysiert.

Zukunftsfähige Kulturpolitik geht weit über banale Erkenntnisse hinaus wie beispielsweise, dass Kultur eine Treiberin der Stadtentwicklung sein kann, wie es Müller mit Lichtensteig vormacht (mehr dazu ab Seite 12), oder dass die Kultur ein relevanter Wirtschaftsfaktor ist und Milliarden an Wertschöpfung generiert. Wer Kulturpolitik in ihrer ganzen Breite und Komplexität begreift, kann fast überall mitreden und hat Anschluss in alle möglichen Politikfelder. Oder zugespitzt: Es gibt keine komplettere Politikerin als die Kulturpolitikerin. Das ist doch eigentlich ziemlich sexy. Dieses Profil muss allerdings erst noch erfunden werden, vor allem auf nationaler Ebene.

Was müsste eine solche Person mitbringen? Nebst dem bedingungslosen Glauben an die Kultur als Säule der Gesellschaft vielleicht eine gewisse Lust, sich in verschiedenste gesellschaftliche Kontexte zu begeben und zwischen diversen Bubbles umherzuhoppen? Den Willen, branchenübergreifende Dialogräume zu schaffen und Schnittstellen zu bedienen? Keine Skrupel, die mikro- und makroökonomischen Realitäten der Kulturwirtschaft zu benennen? Den Nerv, Aspekte wie Kulturförderung und -vermittlung oder Transformation auch vom Verwaltungsapparat her neu zu denken?

Welche Priorität hat Kultur?

Die Kulturpolitik gehört zu den vergleichsweise schwach erforschten Politikfeldern, darum gibt es wohl keine klaren Antworten. Es wäre aber schon ein Anfang, würde die eine oder der andere Nationalratskandidierende das Thema Kultur zuoberst auf die Prioritätenliste setzen. Leider ist das noch seltener gesehen als anständige Gagen in der Musikszene. Klickt man sich durch die Wahllisten, kommen alle möglichen Parolen und Schlagworte zuerst: Klimaschutz!, Löhne!, Wirtschaftspolitik!, Einwanderung!, Genderwahn! und so weiter. Die Kultur kommt, wenn überhaupt, ziemlich weit hinten. Müllers Feststellung bestätigt sich: Kulturpolitik ist unattraktiv, man profiliert sich in anderen Themenfeldern.

Das heisst freilich nicht, dass die Kultur den Kandidierenden per se egal ist. Sie ist einfach zu nebensächlich, mutmasslich nicht nur im Wahlkampf. Fragt man die Kandidierenden explizit nach ihren Positionen in Sachen Kultur, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Die Taskforce Culture hat das gemacht. Ende August hat sie allen Kandidierenden der nationalen Wahlen 2023 einen Fragebogen zu den wichtigsten Kulturthemen geschickt, die in der nächsten Legislatur eine Rolle spielen könnten.

Die Fragen betreffen die Themen Sozialpolitik («Werden Sie Vorstösse unterstützen, die Lücken in der Sozialversicherung und der Altersvorsorge schliessen und Menschen in Kulturberufen besser absichern?»), Kulturförderung («Werden Sie im Parlament eine starke und an den Bedürfnissen der Sparten orientierte Kulturförderung verteidigen, auch wenn Spardruck besteht?»), Urheber:innenrecht («Werden Sie ein wirkungsvolles und angemessenes Urheberrecht verteidigen und weiterentwickeln, gerade auch im Bereich der neuen digitalen Nutzungsformen?»), Medienpolitik («Befürworten und unterstützen Sie konkrete Rahmenbedingungen, die eine breite und vielseitige Sichtbarkeit des Schweizer Kulturschaffens in den Medien verbessern?»), Digitalpolitik («Werden Sie Vorstösse unterstützen zur Stärkung der Position von einheimischen Kulturschaffenden und Rechteinhabern gegenüber den internationalen Plattformen?») sowie Kultur als Wirtschaftsfaktor («Werden Sie die Anliegen der Kulturwirtschaft auch in wirtschaftspolitische Überlegungen verstärkt mit einbeziehen?»).

Die Antworten der Kandidierenden, nach Kantonen sortiert und rangiert mittels Punktesystem, sind auf der Projektseite Clap4Culture.ch zu finden. Leider hält sich der Rücklauf in engen Grenzen – was ebenfalls den schweren Stand der Kulturpolitik widerspiegelt. Die Kandidierenden hatten mehrere Wochen Zeit für den Fragebogen. Von den 311 Nationalratskandidat:innen aus dem Kanton St.Gallen haben – Stand 20. September – lediglich neun geantwortet, von den 210 Kandidat:innen im Thurgau sogar nur drei. Es ist keine Überraschung, dass viele, die geantwortet haben, die maximale Punktzahl erreicht, also alle Fragen mit «ja» oder «eher ja» beantwortet haben. Aus den beiden Appenzell kam bisher noch keine Antwort. Das Umfrage-Tool ist aber weiterhin offen.

Warum keine verbindlichen Kulturprozente?

Politiker:innen bezeichnen sich stolz als Sozialpolitikerin, Wirtschaftspolitiker oder Finanzpolitikerin – eine Kulturpolitiker:in wäre alles zusammen. Nur bezeichnet sich auf nationaler Ebene kaum jemand so. In den Kantonen und Gemeinden, wo man kulturpolitisch noch mehr bewegen und sich entsprechend besser profilieren kann, ist die Lage weniger dünn. SP-Kantonsrat Martin Sailer aus dem Toggenburg beispielsweise bezeichnet sich selbstbewusst als Kulturminister. Mitte September reichte er zusammen mit Mike Sarbach von den Grünen aus Wil einen Vorstoss für «ein Kulturprozent» im ordentlichen Staatshaushalt des Kantons ein. Gute Idee. Warum fordert niemand ein Aufrüsten auf nationaler Ebene, sprich ein verbindliches «Kulturprozent» (oder zwei oder drei) für alle Kantone?

Von Kulturschaffenden wird heute immens viel erwartet. Sie sollen Unternehmerinnen sein, Vordenker, Konzepteschreiberinnen, Fundraiser, Buchhalterinnen, Organisatoren, Vermittlerinnen und so weiter. Die Liste ist lang. Und sie müssen ihr Schaffen immer wieder von neuem legitimieren. Daran arbeiten auch die Berufsverbände und beispielsweise die vor vier Jahren durch Saiten initiierte IG Kultur Ost. Aber sie brauchen nicht nur die Lobby ihrer Verbände, sie benötigen insbesondere auch Verbündete in der Politik. Menschen – und sie müssen gar nicht selber aus der Kultur kommen –, die ihnen bei der dringend nötigen Übersetzungsleistung helfen. Politiker:innen, die nicht aus Prestigegründen in einem Museumsvorstand oder einem Stiftungsrat sitzen, sondern begriffen haben, dass das Kulturschaffen in all seinen Facetten ein existenzieller Faktor ist für die Entwicklung und Erneuerung eines Landes und seiner Gesellschaft. Weit mehr als eine blosse Zahl im Bruttoinlandprodukt. Auch wenn diese ganz beachtlich ist.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

FC St.Gal­len vs. FC Zü­rich 2:1 – Ers­te drei Punk­te im Tro­cke­nen

Der Spa­gat zwi­schen eu­ro­päi­schen Näch­ten und bie­de­rem Su­per­league All­tag ist oft schwer. So auch heu­te. Ei­ne Leis­tungs­stei­ge­rung und die rich­ti­gen Wech­sel in der zwei­ten Halb­zeit rei­chen aber für die ers­ten drei Punk­te der Sai­son. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bren­nen­de Wa­den und leuch­ten­de Kat­zen

In leich­ten Pas­tell­tö­nen und dunk­len Öl­far­ben setzt sich der deut­sche Künst­ler Mar­cel Hüpp­auff mit dem Pro­fi­rad­sport aus­ein­an­der. Da­bei tre­ten in sei­ner Schau im Chambre Di­rec­te-Schubi­ger in St.Gal­len nicht nur Men­schen, son­dern auch Kat­zen in die Pe­da­le.

Von  Vera Zatti
IMG 0330

Ein Wer­den­ber­ger Po­lit­star – lau­fend, stri­ckend, stets ge­er­det

Mit Hil­de­gard Fäss­ler (1951–2026) ver­starb kurz vor ih­rem 75. Ge­burts­tag ei­ne der pro­fi­lier­tes­ten Ost­schwei­zer Po­li­ti­ke­rin­nen an den Fol­gen ei­ner schwe­ren Er­kran­kung. Nach­ruf ei­ner lang­jäh­ri­gen Weg­ge­fähr­tin.

Von  Käthi Gut
P8262285

Wo Kunst ent­steht

Ver­steckt im Sit­ter­tal pro­du­ziert die Kunst­gies­se­rei Wer­ke re­nom­mier­ter Künst­ler:in­nen. Da­bei gilt es oft, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren und Lö­sun­gen zu fin­den – mit Zu­cker, Wachs und na­tür­lich Me­tall. Sai­ten er­hält ei­nen Ein­blick in das ver­rück­te Schaf­fen am Ran­de St.Gal­lens.

Von  Daria Frick , Bilder:  Andri Vöhringer
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 11

FC St.Gal­len vs. Ben­fi­ca 2:1 – St.Gal­len schafft die Sen­sa­ti­on!

Der FC St.Gal­len ge­winnt ge­gen den haus­ho­hen Fa­vo­ri­ten aus Lis­sa­bon mit 2:1. Die gröss­te Sen­sa­ti­on, die die­ses Sta­di­on je ge­se­hen hat. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 4

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 4: Cy­prien Gail­lard – «When you ex­pect flu­tes, it whist­les», «Komm Glüückck» und Je­re­my Reeds Buch Du stirbst nur zwei­mal – Ein Syl­via Plath-/Vic­to­ria Lu­cas-Ro­man.

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Emma Kunzs grotte copy

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Flip­per im Mi­li­tär­dienst

Von  Jeremias Heppeler

Bad­hüt­te Ror­schach: Re­kon­struk­ti­on bis zum Tür­schar­nier

Die Bau­plä­ne sind ge­zeich­net, das Bau­ge­such liegt zur Vor­prü­fung bei der Stadt – doch noch ist ei­ni­ges rund um den Wie­der­auf­bau der Ror­scha­cher Bad­hüt­te zu klä­ren. Was pas­siert zum Bei­spiel mit all den an­ge­ros­te­ten und teils ver­bo­ge­nen Schar­nie­ren, Schlös­sern und an­de­ren Ei­sen­tei­len, die die Tau­cher aus dem See her­auf­ge­bracht ha­ben?

Von  René Hornung
Badhuette rorschach

«Sie wis­sen, dass ih­nen Ge­fäng­nis oder der Tod droht, wenn sie an Pro­tes­ten teil­neh­men. Und sie tun es trotz­dem.»

Moh­sen Ma­sou­di ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz ge­flo­hen. Heu­te lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Op­po­si­ti­on. Er er­zählt, war­um es die Schlies­sung der ira­ni­schen Bot­schaft braucht und was sich mit den Pro­tes­ten An­fang Jahr ver­än­dert hat.

Von  Matthias Fässler , Bilder:  Sara Spirig
260708 Redeplatz Mohsen Masoudi

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess

Ei­ne ein­ma­li­ge Ge­burts­tags­par­ty

Zu sei­nem 20. Ge­burts­tag hat das Kul­tur­fes­ti­val am Wo­chen­en­de Bands aus St.Gal­len und der Re­gi­on zu ei­nem zwei­tä­gi­gen Kon­zert­fest ein­ge­la­den. Die­ses war so viel­fäl­tig wie ge­lun­gen – auch we­gen der Idee, Co­vers aus der Grün­dungs­zeit des Fes­ti­vals in die Sets ein­zu­bau­en. 

Von  David Gadze
Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

Bregenzer Festspiele

Mehr als die See­büh­ne: Ent­de­ckun­gen an den Bre­gen­zer Fest­spie­len

Von  Nathalie Grand
Pressetag broucek anjakoehler 260236

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

Wie setzt Fo­to­gra­fie Mo­de in Sze­ne? Und wer fo­to­gra­fiert da­bei ei­gent­lich wen? Das Tex­til­mu­se­um St.Gal­len gibt mit «Mi­se en Scè­ne» Ein­bli­cke in 120 Jah­re Mo­de­ge­schich­te. Es ist die letz­te Schau vor dem Mu­se­umsum­bau. 

Von  Vera Zatti
TMF 22 4 1 V

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

Von  István Scheibler
260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8

Kolumne: Stimmrecht

Wer ist die ukrai­ni­sche Dia­spo­ra?

Von  Liliia Matviiv

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 2

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 2: Ki­nok-Open-Air, So­lar­ki­no, Chris­ta Nä­her – «Ex­cess», Li­ving Mu­se­um, Pool­bar Fes­ti­val, Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny und SP-Spa­zier­gän­ge. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps 7 The Long Seat