Markus Frei, 29. Juni 2017 um 21:55 Uhr Eine Stimme, die auf einem Stuhl Platz hat, braucht nicht viel Raum und Bühne, um wirken zu können. Thélême war grossartig. Die Rahmenbedingungen für Tanz in einer Kathedrale, die Platzverhältnisse auf behelfsmässig platzierten kleine erhöhten Podesten sind wohl weit entfernt von den Dimensionen und Möglichkeiten einer veritablen weiten Theaterbühne. Der Tanz, die Bewegung und die Dramaturgie, die es während der Vorstellungsdauer von fast einer Stunde zu sehen gab, war subtil, tiefgründig, abwechslungsreiche, dem Raum und Ort würdig und verschmolz für die grosse Mehrheit des herzlich applaudierende Premierenpublikum in ein Gesamterlebnis, was sich nicht allen Zuschauern gleich erschlossen haben mag.