Fühlen Sie sich ständig überfordert? Stehen Sie die ganze Zeit unter Strom, sind aber keine Stromleitung? Oder sind Sie sich nicht sicher?
Dann machen sie unseren Stresstest:
Sie sind zwar sehr oft an der frischen Luft… ziehen diese aber durch eine Zigarette?
Sie haben mit Rauchen angefangen WEGEN dem Krebsrisiko?
Sie sehen Kokain als Einstiegsdroge… in den Tag?
Sie können an nichts anderes mehr denken als an Ihre Arbeit? Und das BEI der Arbeit?
Sie erwischen sich oft dabei, dass Sie den selber Satz mehrmals lesen müssen?
Sie haben nicht bemerkt, dass wir keinen Punkt 5 hatten?
Sie haben erst jetzt bemerkt, dass es gar keine Nummern hat?
Fugufisch essen ist bei Ihnen die Regel, aber dafür Ihre Regel die Ausnahme?
Unter Schlafstörungen verstehen Sie wirklich Schlafstörungen und nicht, dass Ihr Partner gerne Sex hätte?
Sie wünschen Ihren Partner ständig zum Teufel, aber der sagt nur: «Da bin ich doch schon!»
Sie überlegen sich, Bauer zu werden, einfach weil dann jemand anderes für Sie die Partnersuche übernimmt?
Die Kollegen beschweren sich bei Ihrem Chef über Ihr ständiges Nägelkauen? Also Fussnägel. Und vor allem nicht Ihre eigenen.
Sie brauchen den Kratzbaum mehr als Ihre Katze?
Sie haben zwar keine Katze, aber trotzdem einen Kratzbaum?
Lassen Sie sich schnell verunsichern?
Lassen Sie sich wirklich schnell verunsichern?!
Haben Sie öfters Déja-vus?
Ihr Akupunkteur nennt Sie liebevoll «mein kleines Stachelschwein»?
Sie schauen sich Meditationsvideos auf YouTube in doppelter Geschwindigkeit an?
Wenn man im Duden die Definition von Stress nachschaut, findet man… kein Bild von Ihnen, aber Sie können die Seitenzahl auswendig?
Zum Entspannen schmeissen Sie Enten in Bäckereien?
Falls Sie eine oder sogar mehrere Fragen bejaht haben, dann sind sie gestresst und wir empfehlen Ihnen als Gegenmittel die Grundfrage dieser Kolumne: Warum?
Jan Rutishauser, 1987, ist Kabarettist, Kolumnist und Koach für Rechtschreibung und Comedy-Writing
Dieser Beitrag erschien im Aprilheft von Saiten.
Seit zehn Jahren gibt es die Residency in der Bibliothek Andreas Züst im Alpenhof, diesem so schwer zu fassenden Ort in Innerrhoden. Der runde Geburtstag wird nun mit einem vielfältigen Festival gefeiert.
Bevor die Kunsthalle St.Gallen im Dezember wegen Umbauarbeiten voraussichtlich bis April 2027 schliesst, dreht sie nochmals voll auf. In der Ausstellung «House of Change: Pre-Construction-Warm-Up-Galore» präsentiert sie im laufenden Monat ein dichtes, buntes Programm an Kunst und Kultur.
In der Ausstellung «Smile maniacally we’re alive» verbindet Jala Wahid scheinbar getrennte Welten. Sie schlägt darin eine Brücke zwischen Erinnerung, Emotion, Wissenschaft und Politik.
Die erneuten Sparvorschläge der St.Galler Regierung stossen auf breite Ablehnung. Die Kulturszene solidarisiert sich gegen die Abbaupläne. Die Kulturlobby hat sich in Stellung gebracht. Obs hilft?
Kunstausstellung
Eigentlich wollte Zsuzsanna Gahse keine Bücher mehr schreiben. Nun hat sie mit Angerichtet ihr Werk doch noch einmal erweitert. Ihre Sprache darin bleibt neugierig, humorvoll und spielerisch. Und wirkt fast wie ein Kommentar zum eigenen literarischen Schaffen.
Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel
Jakob Stutz, Volksschriftsteller und Reformpädagoge mit «zwiespältigem» Charakter: Ihn lässt Ex-Kellerbühnenleiter Matthias Peter 150 Jahre nach seinem Tod noch einmal aufleben – unter anderem in Trogen, wo Stutz im Gefängnis sass.
Auf seinem neuen Album Three Chords and a Shaking Hand besingt der Rheintaler Singer-Songwriter Mo Klé die gegenwärtige Debattenkultur, Regenstürme und Selbstakzeptanz. Die Albumtaufe findet am 7. November im st.gallischen Bahnhof Bruggen statt.
Boukhalfa und Görtler bringen die Espen in Führung, welche das Team dann über die Zeit bringt.
Alexander Veljanov ist die unverwechselbare Stimme der Dark-Wave-Band Deine Lakaien. Mit seinem neuen Soloalbum gastiert er am 9. November in Frauenfeld. Ein Gespräch über Schubladen, Lüge, Wahrheit und die Frage, was Musik mit unserem Menschsein zu tun hat.
Zumthor plant in Wildhaus
Ein Wahlgang genügte: Die SP der Stadt St.Gallen schickt Peter Olibet ins Rennen um die Nachfolge von Stadtrat Peter Jans. Er erhielt 109 von 182 Stimmen. In der Fragerunde ging es um Sparpolitik, bezahlbare Wohnungen und die Frage, wie viel Opposition ein künftiges Regierungsmitglied noch machen kann.
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.