Genau Anfang Juli, wenn sich die Ostschweiz leert und niemand mehr das Telefon abnimmt, beehrt die Sängerin aus NYC das Vorarlberg – und wer Cat Power alias Chan Marshall kennt, für den ist sie nicht erst seit ihrem 2006er-Album The Greatest die Beste.
Wer sie nicht kennt: Hinfahren nach Feldkirch in die Poolbar, am besten mit viel sommerferienhafter Melancholie im Kopf, denn damit funktionieren Cat Powers Songs gut. Zwar hat sie sich von ihren rauen Anfangszeiten, in denen sie mit Sonic Youth abhing und sich mit Suchtproblemen herumschlug, zur glatteren und vor allem nüchternen Musikerin gewandelt – doch auch die neuen und leichteren Songs werden getragen von Cat Powers Stimme. Und bei ihren LiveAuftritten sorgt die unberechenbare Performerin oft für Überraschungen.
Poolbar-Festival: 7. Juli bis 15. August, Altes Hallenbad Feldkirch. poolbar.at
Natürlich hat das siebenwöchige Poolbar-Festival im alten Hallenbad Feldkirch wie gewohnt auch sonst viel zu bieten: die ewigen Indie-Helden The Notwist, den Wiener Chaos-Barden Voodoo Jürgens, Element of Crime mit Sven Regener, die unverwüstlichen Pixies oder den erfolgreichen Deutschland-Export Get Well Soon. Und das alles im lauschig-sympathischen Poolbar-Ambiente, das auch viele Gratis-Konzerte auf dem Programm hat.
Doch die Poolbar ist nicht alles, was es im Vorarlberg zu entdecken gibt: Im Dornbirner Musikklub Conrad Sohm, der nur schon wegen seiner wildromantischen Lage einen Besuch wert ist, geht das 6. Kultursommer-Festival über die Bühne.
Conrad Sohm Kultursommer-Festival: bis 14. September, Conrad Sohm Dornbirn conradsohm.com
Hier ist die musikalische Gangart meistens härter. Metal und Punkrock in allen Ausprägungen, von poppigem Screamo bis hin zu bösem ToughGuyHardcore und wuchtigem Metalcore ist alles dabei – für Ostschweizerinnen und Ostschweizer, die mit Konzerten in diesem Genre nicht gerade reich gesegnet sind, sicher eine Fahrt über die grüne Grenze wert. Und zwischen all den bösen Buben versteckt sich ja doch noch eine legendäre Band: Dinosaur Jr.
Also: Velos satteln, Autos behändigen oder neue ÖV-Regionen ennet der Grenze entdecken – auf ins Vorarlberg!
Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.
Zwanzig Jahre Poolbar-Festival, zwanzig Jahre Tocotronic: In Feldkirch kam zusammen, was zusammengehört. Neben Songs aus dem neuen Album „Wie wir leben wollen“ spielten die Hamburger eine Auswahl ihrer Hits mit Mitgröl-Faktor. Der Bericht von Thorsten Bayer.
Zugegeben: Der Bericht kommt etwas spät. Aber das vorgestrige Konzert von My Bloody Valentine in der Feldkircher Poolbar wird noch lange nachhallen. Metaphorisch wie auch akustisch – in Form hoher Frequenzen, die in den Köpfen der rund 100 Besucher weiterpfeifen.
Der WWF St.Gallen wird 50 Jahre alt. Sein Geschäftsleiter Lukas Indermaur zieht bei der Beurteilung der aktuellen Situation von Natur und Umwelt eine durchzogene Bilanz.
Wie wollen wir künftig leben und unsere Nahrungsmittel produzieren? Die Ausstellung «How goes Tomorrow» der Ostschweizer Künstlerin Claude Bühler in der Shedhalle in Frauenfeld sensibilisiert für nachhaltige Handlungsstrategien.
«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
Gaal, Görtler und Witzig schiessen St. Gallen zum langersehnten Cupsieg!
Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.
Am Samstag findet in St.Gallen erstmals das Punkfestival El Cartel statt. Es soll dazu beitragen, die Szene zu stärken. Dabei fehlt es gerade in St.Gallen an Nachwuchs.
Seit 40 Jahren macht die Bibliothek Wyborada in St.Gallen sichtbar, was lange fehlte: Literatur von und über Frauen. Heute sind Autorinnen und feministische Themen zwar stärker präsent in der Öffentlichkeit, doch die Relevanz der Bibliothek ist nach wie vor gross.
Mit einer Interpellation greifen SVP und EDU im St.Galler Kantonsrat den ausserschulischen Aufklärungsunterricht an. Und mit Unterstützung des «Lehrernetzwerks Schweiz» wollen Eltern aus Bütschwil eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen vor Gericht bringen. Dahinter steckt eine orchestrierte Aktion.
«Dieci», die italienische Zahl für zehn, ist das Motto des diesjährigen Heiden-Festivals. Es verweist dabei nicht nur auf das Jubiläum, sondern auch auf eine kulturpolitische Haltung.
Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
Naturmuseum Thurgau
Vier Jahre nach ihrem Debüt kehren Lev Tigrovich mit einer neuen EP zurück. Diese handelt von Kontrollverlust, Illusionen und grossen Gefühlen – und enthält erstmals einen Song, der nicht auf Russisch gesungen ist.
Im letzten Spiel der Saison trifft der FC St.Gallen auf den neuen Schweizer Meister aus Thun - einen Sieger gibt es nicht.
Caline Aoun interessieren die Momente der Veränderung, die Übergänge und Zustände. Ihre Ausstellung in Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell wird zum Ende der sechsmonatigen Laufzeit eine andere sein als zu Beginn.
Der 1100. Todestag von Wiborada – Inklusin, Stadtheilige und Projektionsfläche – ist zurzeit Thema vielfältiger Aktivitäten. Zu den Highlights gehört eine mutmassliche Unterschrift, zu besichtigen in der Ausstellung im St.Galler Regierungsgebäude.
Gastkommentar
Anna Beck-Wörner hat ein Wiborada-Unterrichtsheft erarbeitet. Im Postenlauf, der durch St.Gallen führt, können Schüler:innen anhand von Wiboradas Lebensweg lehrplankonform Themen wie Gemeinschaft, Lebensform, Bücher oder Identität erarbeiten.
Am Wochenende bringt das Aufgetischt-Festival wieder über 100 Strassenkünstler:innen aus aller Welt in die Gassen der Stadt St.Gallen. Wir haben mit Daiana Mingarelli vom Duo Daiana Lou über die Eigen- und Besonderheiten des Busking gesprochen.
Heavy Psych Sounds Fest