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Der Ämtliplan steht

Die Departemente im neuen St.Galler Stadtrat sind verteilt. Die Wechsel kamen nicht wirklich überraschend – interessant werden die nächsten vier Jahre trotzdem.
Von  Corinne Riedener
Von links: Markus Buschor (parteilos), Mathias Gabathuler (FDP), Maria Pappa (SP), Sonja Lüthi (GLP) und Peter Jans (SP) an der Medienorientierung im Waaghaus. (Bild: pd)

Am Donnerstagnachmittag tritt der neue Stadtrat im Waaghaus vor die Medien: Neo-Stadtpräsidentin Maria Pappa übernimmt ab Januar das Departement Inneres und Finanzen, Neo-Stadtrat Mathias Gabathuler Bildung und Freizeit und der Bisherige Markus Buschor kommt endlich dort an, wo er vor acht Jahren hinwollte, bei der Direktion Bau und Planung. Sonja Lüthi steht weiterhin der Direktion Soziales und Sicherheit vor, Peter Jans bleibt bei den Technischen Betrieben.

Alle Kompetenzen in etwa dort, wo sie hinpassen also. Die Mitglieder des Stadtrats geben sich zufrieden, auch wenn man Maria Pappa durchaus anmerkt, dass sie die Baudirektion nicht nur gerne verlässt. «Bau und Planung ist eine schöne und spannende Direktion», sagt sie. Ein Wechsel sei jedoch die «sinnvollste Variante». Ausserdem sei man ein gemeinsames Gremium, das gemeinsame Legislaturziele verfolge.

Hoffen auf die starke Zentrumspräsidentin

Die Finanzen in sozialdemokratischen Händen: Ein interessantes Projekt – würde Corona nicht auch im Stadtportemonnaie wüten. Mit «Fokus25» wurde erst im Juli 2019 ein Sparpaket geschnürt, diesen Sommer folgte aufgrund der Pandemie bereits das nächste. Unter anderem wurde die Förderung des aktuellen Kulturschaffens um 68’000 Franken gekürzt und die Sanierung des Kunstmuseums verschoben.

Die übereilte Sparrunde im Coronajuni wird nicht die letzte gewesen sein. Bleibt zu hoffen, dass Pappa nicht wieder bei der Kultur spart, die sie ab 2021 unter ihren Fittichen hat und die aufgrund von Corona besonders gebeutelt ist. Und dass es, wenn unbedingt nötig, ohne überteuerte Beratungsfirma geht, die «das Sparpotenzial evaluiert».

Wünschenswert wäre zudem, dass sich die neue Stadtpräsidentin im Kantonsrat weiterhin stark macht für eine gerechtere Verteilung der Lasten – anders als ihr Vorgänger, der im vergangenen September mithalf, den horizontalen Ausgleich die Steinach ab zu schicken.

Viel Arbeit in der Baudirektion

Zufrieden dürften auch jene sein, die sich vor acht Jahren empörten, als der frischgewählte Architekt Markus Buschor nicht wie allseits erwartet das Baudepartement übernahm, sondern die Direktion Bildung und Freizeit. Jetzt schwimmt er wieder in bekannten Gewässern und Mathias Gabathuler muss sich um das schwierige Verhältnis zwischen Schuldirektion und dem städtischen Lehrerinnen- und Lehrerverband kümmern. Oder um ein neues Hallenbad für die Bevölkerung.

Auch auf Buschor wartet viel Arbeit. Pappa hat zwar den neuen Marktplatz ins Trockene gebracht, aber die Stadt steht planerisch vor grossen Herausforderungen. Die Innenstadt will belebt werden, die «Vision 2030» soll umgesetzt werden und natürlich sollen alle Anspruchsgruppen bei diesen Prozessen partizipativ mitreden.

Die Ruckhalde kommt ausserdem noch, St.Fiden wartet und der Uni-Campus sowieso. Auch das Klima ist ein grosses Thema und mit ihm die Mobilität – und somit auch der geplante Autobahnanschluss am Güterbahnhof, der noch für heisse Köpfe sorgen dürfte.

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Victor,  

Buschor musste vor 8 Jahren gezwungenermassen Schule übernehmen, weil die Bürgerlichen mit Adam unbedingt Bau wollten. Dass er vor 4 Jahren nicht gewechselt hat und Pappa Schule überliess ist eher erstaunlich.

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