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Schon dein Testament gemacht?

Mit dem Sterben will sich kaum jemand auseinandersetzen. Der heutige «Tag des Testaments» soll das ändern. Unter anderem ruft die Stiftung Erbprozent dazu auf, das Tabu zu brechen. Und beim Vererben Kultur zu fördern.
Von  Peter Surber

«Ein Testament zu schreiben und damit die letzte Lebensphase zu regeln, tangiert viele Tabuthemen. Da sind das Verdrängen der eigenen Vergänglichkeit und das Tabu des Geldes, da sind die bürokratischen und juristischen Herausforderungen, die ein Testament mit sich bringt», schreibt die Stiftung Erbprozent Kultur zum heutigen 13. September, dem internationalen Tag des Testaments.

Ob es allerdings ein Testament überhaupt braucht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Thomas Geiser, HSG-Jurist, hat im Septemberheft von Saiten gelassen argumentiert: Das heutige, aktuell in Revision befindliche Erbrecht enthalte «absolut vernünftige Regeln», sagt er im Interview: «In 80 bis 90 Prozent der Fälle ist unser Erbrecht absolut ausreichend. Wenn jemand Single ist, keine Kinder hat und eine relativ entfernte Verwandtschaft nit welcher er oder sie nicht unbedingt in Kontakt steht, kann ein Testament natürlich sinnvoll sein.» Das ganze Interview ist im Septemberheft und hier zu lesen.

Unabhängig von der familiären Situation oder dem Stand des Bankkontos funktioniert die Idee des Erbprozents: Mittels «Erbversprechen» kann man sich dazu verpflichten, ein Prozent des eigenen Nachlasses für Kultur zu reservieren. Auf der Website erbprozent.ch finden sich die Anleitungen zum Erbversprechen und zum rechtsgültigen Verfassen eines Testaments.

Von «Wertschätzung» bis «Vertrauen»

2015 an der Ausserrhoder Kulturlandsgemeinde lanciert, hat die Stiftung bis heute 330’000 Franken an Kulturschaffende und -institutionen aus der ganzen Schweiz vergeben. Das Geld stammt zur Hauptsache aus Vorlässen zu Lebzeiten. Die Zahl der Erbversprechenden ist bisher noch relativ klein – die Stiftung führt dies wesentlich auf die starke Tabuisierung zurück, die noch immer um alle Fragen des Sterbens und des Erbens herrscht. Den «Tag des Testaments», 2011 in England ins Leben gerufen von MyHappyEnd und der Dachkampagne Remember a Charity in Your Will, nimmt sie deshalb zum Anlass für einen Erb-Appell: «Hinterlassen Sie Kultur!»

Wie mit den Stiftungsgeldern Kultur gefördert werden soll, dazu haben sich die Erbversprechenden in mehreren Foren selber äussern können. Entwickelt wurden fünf Fördergefässe mit den Stichworten «Wertschätzung», «Wahlverwandtschaften», «Raum und Zeit», «Vertrauen» und «Publikum». Die Beiträge 2018 gingen an die St.Galler Stiftung Sitterwerk («Wertschätzung»), an den Berner Verein BewegGrund und das Zürcher Musiklab Galotti, an fünf Kunstschaffende, darunter die St.Galler Zeichnerin Lika Nüssli, sowie an die Theatergruppen Kopp/Nauer/Praxmarer/Vittinghoff (Bern) und Old Masters (Genf).

Pro Jahr 63 Milliarden

Allerdings: Statistisch gesehen ist das Erben in der Schweiz ein blinder Fleck. Wer wieviel erbt, ist offiziell nicht bekannt. Eine Studie im Auftrag der «Tagesschau» ergab immerhin eine beeindruckende Zahl: Rund 63 Milliarden Franken wurden im Jahr 2015 in der Schweiz vererbt. Das ist etwa der selbe Betrag, den der Bund pro Jahr einnimmt. Ein «Erbprozent» wären dann immerhin 630 Millionen Franken. Damit könnte nicht nur Kultur, sondern auch noch sonst allerhand Gemeinsinn-Volles gefördert werden.

Das Septemberheft von Saiten befasst sich mit Hinter- und Vordergründigem rund ums Erben. Und präsentiert Erbstücke.

 

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
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Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
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Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
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Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

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«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
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Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

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Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
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Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
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FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

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Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
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Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

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WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

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FC St.Gal­len vs. FC Nordsjæl­land 2:3 – St. Gal­len un­ter­liegt Nordsjæl­land

St. Gal­len schlägt sich am En­de auch selbst und muss den Traum von Eu­ro­pa be­gra­ben. Ent­schei­dend war er Platz­ver­wei­se ge­gen Mihai­lo Steva­no­vic vor der Pau­se.

Von  SENF Kollektiv
Senf
Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

Drei Kul­tur­ma­ga­zi­ne tun sich zu­sam­men, ver­glei­chen ih­re Städ­te und die Her­aus­for­de­run­gen, de­nen die Kul­tur ge­gen­über­steht. Sai­ten hat die Kol­leg:in­nen vom «Coucou» in Win­ter­thur be­sucht und das «Null41» war in St.Gal­len zu Be­such. Aus­ser­dem im Sep­tem­ber­heft: lau­ter Ju­bi­lä­en – von Ani­ta Zim­mer­mann über das Fi­gu­ren­thea­ter bis zur Mu­se­ums­nacht –, ein Pfar­rer auf brau­nen Ab­we­gen, ei­ne Fla­schen­post aus Af­gha­ni­stan und ein In­ter­view zum Hit­ze­som­mer und dem Kli­ma­wan­del.

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Mehr Di­ver­si­tät, mehr Durch­mi­schung

An sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz als Lei­ter der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne schil­dert Hü­sey­in Cir­pi­ci sei­ne Ein­drü­cke der Stadt und ver­rät, was das Pu­bli­kum un­ter sei­ner Re­gie er­war­tet.

Von  Daria Frick
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Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

Der St.Gal­ler Kom­po­nist Charles Uz­or hat ei­ne Art po­li­ti­sches Ora­to­ri­um ge­schrie­ben. Am Sonn­tag wur­de es in der Kir­che Tro­gen auf­ge­führt: The Gre­at Wall. A La­by­rinth mit dem gran­dio­sen New Yor­ker Vo­kal­ensem­ble Ek­me­les.

Von  Peter Surber
Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

An den Ap­pen­zel­ler Bach­ta­gen er­klär­te die Me­di­en­wis­sen­schaft­le­rin Mer­ce­des Bunz, wes­halb die künst­li­che In­tel­li­genz krea­tiv sein kann – und war­um sie den­noch grund­le­gend an­ders ar­bei­tet als der Mensch. 

Von  Philipp Bürkler
Bachtage ki und musik 1

Kunstausstellung

Kunst öff­net Tü­ren

Von  Vera Zatti
Arthur Stobete nah