Kategorie
Autor:innen
Jahr

«Jooooo-ho-ho-ho-ho-hoho…!»

Seit 20 Jahren transportiert Peter Roth das Ostschweizer Klangerbe in die Gegenwart. Die Krönung wäre das Klanghaus, gebaut wie ein Instrument, am Schwendisee mitten im Toggenburger Alpenraum – wenn es den nötigen Anklang findet. Ein Interview mit akustischen und politischen Nebengeräuschen. von Claudio Landolt
Von  Gastbeitrag , 
(Zeichnung: Beni Bischof)

Traktorenlärm hämmert durch die Talschaft Toggenburg. In der Klangschmiede Alt St.Johann knarrt der Holzstuhl, aus dem sich Peter Roth zur Begrüssung erhebt. Sein Ohrring entspricht der Form des Ouroboros – der Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst. Der silberne Ring sirrt kurz im Sonnenlicht.

Claudio Landolt: Was ist eigentlich dein Lieblingsklang?

Peter Roth: Den gibt es nicht per se. Es sind einfach bestimmte Schwingungen oder Klänge, die mich berühren. Das kann eine Jodelstimme oder John Coltranes Sopransaxophon sein.

Was meinst du mit Schwingungen?

Resonanz. Ein musikphysikalisches Phänomen, das sich zum Beispiel entfaltet, wenn man eine von zwei Stimmgabeln anschlägt. Die zweite wird dann von der ersten angesteckt und beginnt auch zu beben. Meine Lieblingsklänge sind Klänge, auf die ich einschwingen kann.

Klangerbe ist ein ziemlich diffuser Begriff. Was ist damit gemeint?

Hier in der Ostschweiz ist damit vorwiegend die Alpkultur gemeint. Rund um den Globus haben Hirten Rufe entwickelt, um damit über grosse Distanzen miteinander zu kommunizieren.

Peter Roth ruft in den Raum: «Jooooo-ho-ho-ho-ho-hoho…!»

So ruft man bei uns die Kühe. Über die Jahre haben sich Formen in den Hirtenkulturen entwickelt, mit deren Hilfe man Kontakt aufnehmen kann mit den Tieren, aber auch mit den Pflanzen. Ursprünglich sind es schamanische Riten, also vorchristliche, naturreligiöse Bräuche, die sich zu dem entwickelt haben, was wir heute als Basis unseres Klangerbes bezeichnen können: die Klänge der Schellen und der Jodel.

Im Raum nebenan wird im Rahmen einer Erlebnisführung durch die Klangschmiede gerade eine Klangschale in Schwingung gebracht. Ein tiefes Brummen frisst sich langsam durch die Holzwand und entfaltet sich in funkelnden Obertönen.

Es gibt bestimmt Leute, die eure Klangwelt als esoterisch empfinden. Wie geht ihr damit um?

Die Klangwelt Toggenburg ist kein Eso-Club. Wir verbinden das total Geerdete der hiesigen Alpkultur mit interkulturellen Klangerfahrungen. Diese beiden Pole zusammenzuhalten, ist nicht einfach, aber bis jetzt hat es funktioniert.

Peter Roth, *1944, wuchs in St.Gallen auf. Als Kind besuchte erseinen Grossvater im Toggenburg und kam erstmals mit Schellen, Hackbrettern, Naturjodel und Alpsegen in Kontakt. Anfang der 90er-Jahre begann der ausgebildete Lehrer und Musiker Kurse zur alpenländischen Musiktradition zu geben. In den letzten 20 Jahren realisierten er und seine Mitstreiter, seit 2003 unter dem Titel Klangwelt Toggenburg, etliche Projekte: unter anderem einen Klangweg, eine Klangschmiede und alle zwei Jahre ein Naturstimmenfestival mit internationalen Gästen. Ihr umfangreichstes Projekt, das Klanghaus, kommt im November erneut in den Kantonsrat St. Gallen, im Juni 2019 dann voraussichtlich vors Volk und soll bis 2024/2025 erbaut werden.

Unterscheidet sich der Klang der Ostschweiz vom Rest der Schweiz?

Ja, die Churfirsten-Säntis-Region orientiert sich schweizweit am stärksten am Klang. Das hat etwas mit Langsamkeit zu tun. In der Innerschweiz wird zum Beispiel viel schneller, viel tänzerischer gejodelt als hier. Bei uns ermöglicht die Langsamkeit eine ganz besondere Klangerfahrung. Das spiegelt sich auch in unserem Handwerk, dem Schmieden der Schellen: Die Toggenburger Senntums-Schellen müssten nicht feuervermessingt werden, um zu tönen, aber erst dadurch erklingen diese mannigfaltigen Obertöne, wenn man sie anschlägt.

Was kann diese «Ur-Musik», was eine modernere Musik nicht leisten kann?

Ich glaube, sie adressiert eine andere Schicht in uns. Bei unserer Musik, vom Naturjodel bis zu den Obertönen der Senntums-Schellen, wird die Musikerin selbst zu dem, was sie macht. Die Musik der Alpkultur funktioniert letztlich mit den gleichen Zutaten wie Trance- oder Club-Musik: Wiederholung und Einfachheit.

Wenn man in Google Maps «Klangwelt Toggenburg» eintippt, beschränkt sich der Lokalisierungs-Pin auf den Ort, wo wir uns jetzt gerade befinden: die Klangschmiede in Alt St.Johann. Wo beginnt die Klangwelt und wo endet sie?

Unser biennales Klangfestival, das Herzstück der Klangwelt Toggenburg, besuchten schon musikalische Gruppen aus der Mongolei, es kamen Pygmäen aus dem Kongo, Korsen, Sarden, der ganze Balkan und Folkmusiker aus Russland. Wenn Google also die Klänge und deren Herkünfte auswerten würde, die mit der Klangwelt Toggenburg in Verbindung stehen, würden sie von hier aus den ganzen Globus umspannen.

Ein fernes Dröhnen schleicht sich von draussen durch die gekippten Fenster der Klangschmiede. Fliegt ein Flugzeug über das Toggenburg oder summen die Weiden?

Lässt sich so etwas Ungreifbares wie ein Klangerbe überhaupt retten?

Nein. Ein Klangerbe muss man nicht retten, sondern weiterentwickeln. Sonst besteht die Gefahr, dass man es konserviert. Und alles, was man konserviert, ist bereits gestorben. Wie bei einer Konservendose, wo man alle Bakterien oder Lebewesen abtötet und die Dose versiegelt. Am besten brachte dies meiner Meinung nach der Komponist Gustav Mahler auf den Punkt, indem er sagte, man müsse versuchen, das Feuer zu bewahren, anstatt die Asche anzubeten.

Wie schafft man das?

Indem wir das Klangerbe mit der Gegenwart vernetzen. Es geht uns nicht darum, hier ein Klangmuseum zu errichten, sondern Verknüpfungen über die Epochen, Strömungen und Kulturen hinaus herzustellen.

Ginge das Klangerbe hier verloren, wenn ihr es nicht pflegen würdet?

Solange die Alpen bestossen, also bewirtschaftet werden, wird die Schellenkultur Bestand haben. Problematisch für das Klangerbe wird es erst, wenn man ein Bergtal aufgibt und nicht mehr bewirtschaftet. Aber auch dann pfeifen noch die Vögel und spielt der Wind in den Bäumen. Klang wird es immer geben. Vom Aussterben bedroht ist nicht der Klang, sondern die Stille. Und Stille ist die Voraussetzung von Klang.

Wie geht man gegen das Verschwinden der Stille vor?

Indem man an einem Ort wie diesem hier ein Klanghaus baut, welches Stille und Klang ins Gleichgewicht bringt.

Peter Roths kehlige Stimme hallt von den Holzwänden. Kurz danach knallen die Türen seines Autos. Wir fahren hoch zum Schwendisee. Dorthin, wo in vier Jahren das Klanghaus Toggenburg stehen soll.

Was ist ein Klanghaus?

Wir bauen eigentlich ein begehbares Instrument, ein Haus, das man mit der eigenen Stimme und dem Spiel von Instrumenten in Schwingung versetzen kann.

Wie wird das Haus aussehen?

Von oben betrachtet wie ein Kleeblatt. Das Klanghaus teilt sich auf etwa 200 Quadratmetern in drei Hauptflügel. Es ist vorwiegend in Holz gekleidet. Alle Räume kann man abgetrennt benutzen oder miteinander verbinden.

Visualisierungen des Klanghaus-Projekts. (Bilder: pd)

Jetzt steht bereits ein Gebäude an der Stelle, wo dann das neue Klanghaus hin soll; was geschieht damit?

Momentan steht da noch das ehemalige Naturfreundehaus Winterthur. 1993 habe ich es zusammen mit drei Freunden gekauft. Wir machten daraus das Kulturhotel Seegüetli, das dann abgerissen werden soll.

Wie wurde das Kulturhotel Seegüetli genutzt?

Als Hotel- und Restaurantbetrieb. Ich fing im Seegüetli an, musikalische Kurse zu geben, und realisierte, dass diese vorhandene Basis, dieses Klangerbe des Toggenburgs auch ein wirtschaftliches Potential hat. Unsere Kurse zogen immer mehr Teilnehmer an.

War dies der Moment, als der hiesige Tourismus aufsprang und den Slogan «Toggenburg – klingt gut» kreierte?

Das passierte erst etwas später. Zehn Jahre nach dem Kauf des Seegüetli gründete ich den Verein Klangwelt Toggenburg. Seither bauen wir an der Vision, dass hier am Schwendisee dieses einzigartige Klanghaus entsteht.

Alles flirrt, alles säuselt hier – sogar die Insekten singen im Toggenburg. Von der Anhöhe ruft der Klangweg, ein Wanderweg mit 28 experimentellen Klanginstallationen und Instrumenten längs der Churfirsten.

Welche eurer 70 jährlichen Klangkurse werden am besten besucht?

Die Naturjodel-Kurse sind immer ausgebucht. Da singen 25 Teilnehmer vom Freitagabend bis am Sonntagmittag zwei Töne: «Ooooo – Aaaaa – Ooooo». Manchmal sind da Leute dabei, die 30 Jahre lang nicht mehr gesungen haben. Nach dem Kurs sagen mir die Teilnehmer dann jeweils mit Tränen in den Augen, wie stark sie das Singen mit der Gruppe und mit sich selbst verbunden hat.

Klingt fast ein bisschen nach Therapie und Selbstfindungstrip…

Klar hat das therapeutischen und spirituellen Charakter. Im besten Fall wird man eins mit sich selbst, mit der Gruppe und der Natur. Es geht darum, dass man diesen Punkt erreicht, wo man sich verbunden fühlt.

Womit?

Sobald wir auf die Welt kommen, werden wir abgenabelt. Von diesem Punkt an lebt in uns eine Sehnsucht nach der Verbindung zum Ursprung oder der Quelle, wo wir herkommen. Im Prinzip lebt die ganze Wirtschaft von dieser Sehnsucht. Alles was verkauft wird, von LSD-Trips über Schokolade bis zu Sportautos: Alles verspricht die Befriedigung dieser Sehnsucht.

Peter Roth erzählt aus seinem Leben: am Freitag, 14. September, 20 Uhr im Kronenbühl Rehetobel
kronenbuehl.ch

Wie realistisch ist es, dass deine Sehnsucht nach dem Klanghaus erfüllt wird?

Es sieht gut aus. Wenn der St.Galler Kantonsrat das Projekt in den kommenden Monaten gutheisst, kommt es im Juni 2019 vors Volk. Ich bin optimistisch.

Obwohl das Klanghaus am 1. März 2016 vom Kantonsrat schon einmal abgelehnt wurde?

Ja, das Problem war damals vor allem, dass wir zu dieser Zeit für das Klanghaus jährlich wiederkehrende Betriebskosten von 250’000 Franken aus der Kantonskasse vorsahen. Die Baufinanzierung des Klanghauses war dagegen nie wirklich umstritten.

Und weshalb sollte es diesmal klappen?

Die Klangwelt hat in den letzten zwei Jahren sechs Millionen Franken gesammelt. Damit finanzieren wir unsere Betriebskosten nun selbst. Politisch wird dies der Durchbruch sein.

Wieviel kostet der Bau des Klanghauses Toggenburg letztlich?

Insgesamt werden es 21,3 Millionen Franken sein.

Gibt es noch Leute, die gegen das Klanghaus sind?

Klar, ein Drittel der Stimmbeteiligten war schon immer dagegen. Die finden, dass die Unterstützung von Klangkultur keine Staatsaufgabe sei. Ein Drittel war schon immer dafür. Mit den selbstfinanzierten Betriebskosten und der Kraft, die das Projekt mittlerweile ausstrahlt, werden wir das mittlere Drittel der Stimmen für uns gewinnen. Ich rechne in der Volksabstimmung 2019 mit 65 Prozent Zustimmung.

Läuft die Klangwelt Toggenburg mit all ihren Projekten nicht Gefahr, das Brauchtum zu kommerzialisieren und damit kaputt zu machen?

Nein. Unsere Klangwelt lässt sich überhaupt nicht kommerzialisieren, da sie Langsamkeit voraussetzt. Im Heidiland kann man eine Stunde einkehren, eine Cola trinken, ein Selfie machen und noch einen Sack Chips kaufen. Bei uns hingegen muss man länger bleiben, um die ganze Erfahrung zu machen. Hier kann man gar nicht konsumieren, sondern muss sich darauf einlassen. Es geht der Klangwelt Toggenburg auch nicht primär um Brauchtum und die schöne heile Swissness. Vielmehr geht es um ganzheitliche Erlebnisse und darum, die musikalischen Netze auszuwerfen und Alt und Neu zu verbinden.

Wie wollt ihr das im Klanghaus umsetzen?

Das Klanghaus soll zur Hälfte von unseren eigenen Kursangeboten bespielt werden. Aber auch externe Firmen und Gruppen sollen ihre Retraiten im Klanghaus durchführen, vom Managementseminar bis zur Kaderschulung. Dazu bieten wir dann Kurse an, die nicht über den Kopf, sondern über die Sinne funktionieren.

Unten im Tal plätschert die Thur und singt im Flusslauf ein Lied, das sich später im Rhein zur Kantate formt und auf seinem Weg in die Nordsee zur Sinfonie heranwächst.

Wie soll sich die Klangwelt Toggenburg in Zukunft entwickeln?

Meine Vision ist, dass in ferner Zukunft weltweit vielleicht 20 bis 30 vernetzte Klanghäuser entstehen. Wenn dadurch eine globale Entschleunigung stattfinden könnte, die vielleicht sogar weniger Verschleiss von Ressourcen und weniger Gewalt zur Folge hätte, wäre mein Traum erfüllt.

Dieser Text ist in der Septemberausgabe von Saiten erschienen.
Claudio Landolt ist Musiker und Student der Kulturpublizistik an der ZHdK.

 

«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

Von Michael Lünstroth,
VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

Von René Hornung,
Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
DSC02464

Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2

Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

Von Beatrice Häfliger,
Gruppenfoto

Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
Alte Steinach Karlstor Zukunft

Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
IMG 1890 2

«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

Von Andi Giger, Bilder: Nayla Baumgartner,
2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
Bildschirmfoto 2026 10 19 um 15 34 04

Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
Theblacksalt1

Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

Von René Hornung,
Anschluss gueterbahnhof