Auch nach dem jüngsten Wirtewechsel gibt es im «Naz», das offiziell «Zum Goldenen Leuen» heisst, Chäschüechli, Weisswürste und Huus-Bier aus Roggwil. Das «Naz» war und bleibt ein traditionelles Bierlokal. Die Tische erzählen mit ihren Spuren von unzähligen Zechereien der hier tagenden Studentenverbindung Zofingia, und das Lokal hat auch schon manch offiziellen Anlass erlebt – bis hin zur Stadtpräsidentenfeier von Thomas Scheitlin.
Schmiedgasse 30, 071 222 02 62, naz.sg
Altes Mobiliar prägt die Atmosphäre. An der Wand maseriertes Brusttäfer und darüber – und früher auch an der Decke – Illustrationen mit Gemsen und markigen Trinksprüchen zum Genuss und zu den Freuden des Gerstensaftes. Eine Stimmung wie in einem Münchner Bierkeller.
Die ältesten Teile des Hauses «Zum Löwenkopf» wurden 1603 gebaut, seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gab es hier die Leuen-Apotheke. Später kam eine Wirtschaft dazu, die anfangs des 20. Jahrhunderts zum «Café National» wurde – der Name war von der gegenüberliegenden Nationalbank entliehen. Die Apotheke ist längst verschwunden, aber der Name «Naz», lange auch «Nazi», lebt weiter.
Die Biertradition des Lokals geht auf das Jahr 1894 zurück. Seit damals ist für das Haus der Handel mit deutschen Bieren und Weinen belegt. Drei Generationen der Familie Giger wirteten hier. 1969 wurde das Gebäude aussen saniert: Das Riegelhaus ist seither wieder als solches zu erkennen. Die damalige Wirtin liess auch den Löwen-Kopf von 1670 neu vergolden und gab dem Restaurant den alten Namen zurück: «Zum goldenen Leuen». Seither hat das Lokal zwei Namen.
1992 erwarb Malermeister Willi Kostgeld das Haus und sanierte es im Jahr 2000 erneut. In jenem Jahr übernahm Walter Tobler den Betrieb und gab ihn im vergangenen Sommer weiter. Jetzt führt Stefan Schmidhauser vom Fonduebeizli die Bierlokal-Tradition fort.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.
Es ist seine letzte Session nach zehn Jahren im St.Galler Kantonsrat. SP-Kulturpolitiker Martin Sailer setzt künftig ganz auf den Zeltainer. Das Geld für den Neubau in Wildhaus ist fast zusammen, 2027 soll es losgehen.
Die Ansiedlung des Internet Archive Switzerland in St.Gallen ist Piero Stinelli zu verdanken. Er kontaktierte vor zehn Jahren die Verantwortlichen von archive.org aus eigenem Antrieb. In den 90er-Jahren war der Mitgründer von Vadian.net und Klang und Kleid ein Internetpionier.
Ohm41 stellen wieder aus