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Was steckt im Tomatensugo?

Die Kinos machen wieder auf. Jetzt ist auch «Das Neue Evangelium» von Milo Rau nicht mehr nur als Stream, sondern doch noch auf Leinwand zu sehen: ein Film, der Grenzen sprengt und Film als politisches Manifest nutzt. Von Emilia Sulek
Von  Gastbeitrag , 
Jesus (Yvan Sagnet) führt die «Revolution der Würde» in Matera an. (Bilder: Fruitmarket/Langfilm/IIPM/Armin Smailovic)

Der Jesus, den Milo Rau für seinen Film gecastet hat, heisst Yvan Sagnet. Geboren ist er in Kamerun, später kam er nach Italien, um Ingenieur zu werden. Um sein Traumstudium zu finanzieren, reiste er nach Apulien, wo er als Tomatenpflücker Geld verdienen wollte. Dort erlebte er hautnah, was es heisst, ein Schwarzer Tagelöhner zu sein, wie erbärmlich das Leben der Machtlosen ist und wie blind die staatlichen Institutionen sind gegenüber Unrecht und kriminellen Strukturen.

Einen Darsteller mit genau diesen Erfahrungen suchte Rau. Bereits vor dem Film wurde Sagnet zur Ikone, indem er einen Streik ausrief, woraufhin sich sogar das italienische Parlament mit dem Thema auseinandersetzte. Inzwischen ist er Berufsaktivist und hat zwei Bücher geschrieben.

Apostel in Baracken

In Raus Film verkörpert Sagnet Jesus, der mit seinem Evangelium den Menschen Hoffnung gibt. Und Sagnets Apostel und jene, die ihm folgen? Sie sind Migrant:innen, meist aus Afrika. Sie durchkreuzten die Wüste und überquerten das Mittelmeer, um ihr Gelobtes Land, Europa, zu erreichen. Am Traumziel ihrer Reise hausen sie in baufälligen Barackensiedlungen, in ländlichen Ruinen, ohne fliessend Wasser, Strom und andere grundlegende Infrastruktur. In Europa, aber auch in ihren Heimatländern würde man diese Verhältnisse als unmenschlich bezeichnen. Es sind dennoch Menschen, die in diesen Ghettos leben und unter sklavereiähnlichen Bedingungen arbeiten.

An den Rand des Existenzminimums getrieben und in der Hoffnung, ihren Aufenthalt in Europa durch Arbeit zu legalisieren, nehmen Menschen wie Sagnets Apostel jeden Job an, egal wie schlecht bezahlt, dreckig und körperlich anstrengend er ist. Die meisten pflücken Tomaten, Orangen und alles, was gerade Saison hat. Sie werden im Akkordlohn bezahlt: pro Kiste. Nach 16 Stunden Arbeit haben die Arbeiter:innen etwa 20 Euro in der Hand. Dies liegt jenseits sämtlicher Standards für ein annähernd faires Grundeinkommen.

Es ist nicht ihr freier Wille, der sie auf die Tomatenplantagen treibt, um dort für einen Hungerlohn zu arbeiten. Im Gegenteil, ein ganzes System steckt dahinter. Caporalato heisst dieses System, das im von Arbeitslosigkeit geprägten Süditalien das Rückgrat des ländlichen Arbeitsmarktes darstellt. Caporali, die Job-Dealer, vermitteln Arbeitskräfte an Landwirte: je günstiger desto besser. Für die Vermittlung kassiert der Dealer einen Teil des Arbeiter:innenlohns. Die Fahrten zu den Feldern, Wasser, sogar das Handy-Aufladen – alles wird in Rechnung gestellt.

Die Mafia wäre nicht sie selbst, würde sie nicht an der Flüchtlingskrise verdienen. Die italienische Regierung lagert die Aufnahmedienste für Migrant:innen an Dritte aus. Die Mafia ist bereit, einzuspringen und die staatlichen Subventionen bzw. die internationale Hilfe abzugreifen. Nebenbei stellt sie günstige Arbeitskräfte für den Markt bereit. Es sind Menschen, die in ihrer Isolation und ihrem Elend kaum eine andere Möglichkeit haben, als sich in diese Abhängigkeit zu stürzen in dieser Gesellschaft, die ihnen keinen anderen Stützpunkt bietet. Homo homini lupus – der Mensch ist ein Wolf für den Menschen.

Passion als Mix der Realitäten

Das Elend ist der malerischen Stadt Matera, wo Milo Raus Film gedreht wurde, nicht ganz unbekannt. Wer sich an das Buch Christus kam nur bis Eboli des italienischen Schriftstellers Carlo Levi und den gleichnamigen darauf basierenden Film erinnert, weiss Bescheid. Levi beschreibt seine Erfahrungen während der 1930er-Jahre, die er in der Basilikata, einer Region, der auch Matera angehört, gemacht hat. Bittere Armut, Malaria, die ihren dramatischen Tribut fordert, fehlende Gesundheitsversorgung, keine Schulen, keine Hoffnung. Elend in seiner reinsten Form. Matera teilte dieses Schicksal, bis die italienische Regierung der Nachkriegszeit begann, lebensrettende öffentliche Investitionen zu tätigen.

Das neue Evangelium: in der Ostschweiz im Kino in St.Gallen (Kinok), Wil (Cinewil), Weinfelden (Liberty), Winterthur (Cameo) und Rapperswil-Jona (Leuzinger).

dasneueevangelium-film.ch
kinok.ch

Paradoxerweise wurde dieser von Gott und Staat verlassene Teil der italienischen Halbinsel zu einem Magnet für Filmemacher, die dort pittoreske Architektur, Karstlandschaften und Höhlensiedlungen, «Sassi» genannt, für sich entdeckten. Mehrere Dutzend Filme wurden dort gedreht, darunter einige über Jesus. Matera diente als Jerusalem-Kulisse für Pier Paolo Pasolinis Matthäusevangelium und Mel Gibsons Passion Christi.

Milo Rau tritt in die Fussstapfen dieser Regisseure, dreht aber einen Film, der komplizierter ist. Er vermischt Realitäten und Erzählebenen: reportageähnliche Aufnahmen aus einer Tomatenplantage, Szenen des Strassenprotests, sowohl real als auch für den Film produziert, die nachgespielte Passionsgeschichte und die Vorbereitungen dazu, Gespräche mit den Migrant:innen und Einheimischen. Dieser Realitäten-Mix verleiht dem Film seinen vielstimmigen Charakter.

Das Neue Evangelium ist aber auch intertextuell. Rau dreht nicht nur am selben Ort, sondern schafft es, einige Darsteller:innen aus älteren Jesus-Verfilmungen an sein Set zu holen. Gibsons Maria erscheint wieder in derselben Rolle, und Pasolinis Jesus wird zu Johannes dem Täufer. Dies schafft eine gewisse Linearität, betont aber auch die Theatralik der Jesus-Szenen. Es geht nicht um ihn als eine historische oder eben nicht historische Figur. Es geht um eine Nachstellung seiner Geschichte.

Die nachgespielten Szenen aus dem Evangelium mögen etwas steif wirken. Das ist wohl das Schicksal aller Jesus-Filme. Der Hoffnungsschimmer in den Augen der Anhänger:innen von Jesus bzw. Sagnet ist aber echt in diesem «Evangelium» und eine der Stärken des Films. Unabhängig davon, wie gut Sagnet als Schauspieler ist, für viele gilt er als Hoffnungsträger und als Versprechen auf eine bessere Zukunft. In seiner filmischen Inszenierung knüpft Milo Raus Werk an etwas an, das tatsächlich existiert: das Verlangen nach einem besseren Leben und danach, mit Würde behandelt zu werden, egal wer man ist und wo man in der Gesellschaft steht.

Abendmahl mit Plastikteller

Visuell hat Raus Film auch einiges zu bieten. Das Letzte Abendmahl mit Einweggeschirr glänzt mit seiner Einfachheit: Noch nie war der Plastikteller ein so starkes visuelles Mittel. Die Szenen aus dem Supermarkt, wo Tomaten und Sugogläser im Protest auf den Boden geschmissen werden, sprechen Bände. In Teilen des deutschsprachigen Raums wird Tomate auch Paradeiser genannt, früher auch Paradiesapfel – willkommen auf der anderen Bedeutungsebene!

Die Passionsgeschichte ist brutal und blutig, und auch bei Milo Rau gibt es genug Gewalt. Die unheimlichsten Szenen werden von Laien dargestellt. Die improvisierte Folter von Jesus, von einem jungen Italiener gespielt, ist verstörend. Und wenn die wütende Meute Pontius Pilatus dazu hetzt, Jesus mit den Rufen «Bringt den Schwarzen um!» zum Tod zu verurteilen, erstarrt man vor der Leinwand mit der Frage: Ist das noch inszeniert oder schon echt? Woher kommt diese Aggression? Indirekt stellt der Film uns selbst diese Frage: Bist Du sicher, dass Du gewaltfrei und nicht rassistisch bist?

Rau verschmelzt Deutungsebenen: Er bringt professionelle Schauspieler und Laiendarsteller (einige davon sind semi-professionell, denn in Matera sind Statisten sehr gefragt) zusammen. Migranten, Aktivistinnen, Touristen, Beamte und sogar die Polizei spielen Seite an Seite. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschlechter und Konfessionen tauchen im Film auf. Mit dieser ungewöhnlichen Vielfalt sprengt Milo Rau Grenzen. Das Neue Evangelium hört auf, «nur» ein Film zu sein und wird zu einem sozialen Experiment.

Das Publikum wird ebenfalls Teil dieses Experiments. Die langatmigen Szenen des Castings für Nebenrollen können in Milo Raus Film irritieren: In einer Kirche sitzt die Filmcrew und interviewt Menschen, die, meist geschniegelt und gestriegelt, im Film auftreten wollen. Was treibt sie an? Was wäre ihre Lieblingsrolle? Es folgen Gespräche, Probeszenen, Kostümanpassungen. Auch Jesus hat seine Probe am Kreuz, an dem er sein Leben beenden wird. Das Publikum könnte fragen: Ist das wirklich notwendig? Ja. Wahrscheinlich. Der Film stellt eine implizite Frage: Und welche Rolle möchtest Du spielen?

Angeklagt: die kapitalistische Sklaverei

Bei all dem ist Milo Raus Evangelium weder ein Film über Tomatensugo noch über Italien, sondern über das politische und wirtschaftliche System, in dem wir leben. Jene Tomaten, welche die Protagonist:innen unter segnender Hitze so mühselig pflücken, landen nicht nur auf der Pizza Napoletana einer italienischen Mamma oder in Spaghetti Bolognese. Sie werden weltweit in Supermärkten verkauft und zwar an Menschen, die Tomaten mit dem letzten Urlaub in Bella Italia und nicht mit der kapitalistischen Sklaverei verbinden. Wer von uns konsumiert keinen Tomatensugo? Ja, wir alle profitieren von diesem System. 

Letztlich ist Das Neue Evangelium auch ein politisches Experiment. Der Protest, den Milo Rau ungeschönt zeigt, bringt handfeste Erfolge (unbedingt den Film bis zum Abspann anschauen!). Der Film ist ein Beispiel dafür, wie man Kunst für soziale oder politische Zwecke nutzen kann. Gleichzeitig bewegt er mehr als das Publikum im Kino oder am Bildschirm. Doch weil die neoliberale Wirtschaft auf festen Füssen steht, wird es noch viele solche Filme brauchen, um sie zu erschüttern. Das ist eine gute und schlechte Nachricht zugleich.

Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
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Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

Von Beatrice Häfliger,
Gruppenfoto

Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
Alte Steinach Karlstor Zukunft

Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
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«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

Von Andi Giger, Bilder: Nayla Baumgartner,
2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

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Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

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Vom Le­ben und Schrei­ben

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Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

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Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

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Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

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Bücherherbst: Réduit von Alexander Raschle

Hoff­nung in ei­ner ver­stei­ner­ten Welt

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Grüs­se aus ei­nem kom­pli­zier­ten Land

Die St.Gal­ler Tanz­kom­pa­nie fei­er­te ver­gan­ge­nen Sams­tag mit From Eng­land wi­th Love Pre­mie­re. Das Stück wagt sich aber­mals aus dem Gleich­schritt – mit un­miss­ver­ständ­li­chen Ges­ten.

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From England with Love

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter