Was macht man, wenn die Leute nicht grad in hellen Scharen zum Jazz pilgern? Man bringt den Jazz zu den Leuten. Zum Beispiel nach Wolfhalden, nach Kreuzlingen, nach St.Gallen. An all diesen Orten organisiert das Ostschweizer Jazz Kollektiv (OJK) regelmässige Jams. In St.Gallen ist in der Regel der erste Dienstag im Monat OJK-Termin, in Kreuzlingen ist es der zweite Dienstag, in Wolfhalden der dritte Mittwoch, und auch in Wil, im Hof und im Gare de Lion, ist regelmässig Jazz zu hören.
Das neuste «Kind» des Kollektivs ist jetzt eine monatliche Jazz-Stobete in Beizen und Kulturlokalen in beiden Appenzell.
Kein Zufall, denn Claude Diallo, Gründer und treibende Kraft des Jazz Kollektivs, wohnt selber in Trogen. Eigennutz wäre allerdings das letzte, was Claude Diallo mit all seinen Aktivitäten anstrebt. Vielmehr geht es ihm um Vernetzung, um das Zusammenbringen unterschiedlichster Musikerinnen und Musiker. Mit durchschlagendem Erfolg: Fünf Jahre nach seiner Gründung zählt das Kollektiv nicht weniger als 500 Mitglieder, Profis und Amateure.
Claude Diallo, Initiant der Jazz-Stobete. (Bild: pd)
Die Rundreise durchs Appenzellerland macht teils an etablierten Kulturorte Station: Stuhlfabrik Herisau, Bären Hundwil, Schlössli Steinegg, Linde Heiden, Hof Speicher, Zeughaus Teufen. Aber auch auf dem Hirschberg ist ein sommerlicher Gig geplant oder auf dem Hof von Regierungsrat und Kulturdirektor Alfred Stricker in Stein. Das Konzept heisst: An jedem Ort spielt je ein Trio als «Hausband», hinzu kommen Gäste.
Appenzeller Jazz-Stobete: 12. Februar 20.30 Uhr Bären Hundwil Nächste Termine 21. März und 1. April, weitere Konzerte monatlich bis Ende 2020
ojkjazz.com
Die Namen lesen sich wie das Who-is-who der regionalen Jazzszene. Am 22. Januar ging es in der Stuhlfabrik Herisau los mit Eugenio Steiner (alt sax), Marcel Waldburger (p), Gabriel Meyer (b) und Lukas Meier (dr). Am 12. Februar in Hundwil ist Trompeter Michael Neff am Werk mit Josquin Rosset (p), Dusan Prusak (b) und Adi Gerlach (dr).
Trompeter Michael Neff. (Bild: pd)
Am 21. März in Steinegg wird das Trio Andi Schnoz (g), Patrick Kessler (b) und Jan Geiger (dr) heissen, und am 1. April kommt Sängerin Gabriela Krapf mit Marcel Schefer (p), Lukas Stocker (e-bass) und Rolf Caflisch (dr) zusammen in der «Harmonie» Wolfhalden, jenem gastlichen Ort buchstäblich am Ende der Welt, wo regelmässig auch die Jams stattfinden.
Diallo selber moderiert und setzt sich an einem späteren Anlass als Bandleader ans Klavier. Für Abwechslung ist gesorgt: Niemand soll mehr als an einem Anlass auftreten.
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
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Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
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Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
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