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In der Jazz-Stobete

Die Ostschweizer Jazzszene macht sich ein Appenzeller Traditionsgut zu eigen: die Stobete. Ein ganzes Jahr lang jeden Monat gastiert eine Formation in wechselnden Beizen und Kulturhäusern – diese Woche im Bären Hundwil.
Von  Peter Surber

Was macht man, wenn die Leute nicht grad in hellen Scharen zum Jazz pilgern? Man bringt den Jazz zu den Leuten. Zum Beispiel nach Wolfhalden, nach Kreuzlingen, nach St.Gallen. An all diesen Orten organisiert das Ostschweizer Jazz Kollektiv (OJK) regelmässige Jams. In St.Gallen ist in der Regel der erste Dienstag im Monat OJK-Termin, in Kreuzlingen ist es der zweite Dienstag, in Wolfhalden der dritte Mittwoch, und auch in Wil, im Hof und im Gare de Lion, ist regelmässig Jazz zu hören.

Das neuste «Kind» des Kollektivs ist jetzt eine monatliche Jazz-Stobete in Beizen und Kulturlokalen in beiden Appenzell.

Kein Zufall, denn Claude Diallo, Gründer und treibende Kraft des Jazz Kollektivs, wohnt selber in Trogen. Eigennutz wäre allerdings das letzte, was Claude Diallo mit all seinen Aktivitäten anstrebt. Vielmehr geht es ihm um Vernetzung, um das Zusammenbringen unterschiedlichster Musikerinnen und Musiker. Mit durchschlagendem Erfolg: Fünf Jahre nach seiner Gründung zählt das Kollektiv nicht weniger als 500 Mitglieder, Profis und Amateure.

Claude Diallo, Initiant der Jazz-Stobete. (Bild: pd)

Die Rundreise durchs Appenzellerland macht teils an etablierten Kulturorte Station: Stuhlfabrik Herisau, Bären Hundwil, Schlössli Steinegg, Linde Heiden, Hof Speicher, Zeughaus Teufen. Aber auch auf dem Hirschberg ist ein sommerlicher Gig geplant oder auf dem Hof von Regierungsrat und Kulturdirektor Alfred Stricker in Stein. Das Konzept heisst: An jedem Ort spielt je ein Trio als «Hausband», hinzu kommen Gäste.

Appenzeller Jazz-Stobete:
12. Februar 20.30 Uhr Bären Hundwil
Nächste Termine 21. März und 1. April, weitere Konzerte monatlich bis Ende 2020

ojkjazz.com

Die Namen lesen sich wie das Who-is-who der regionalen Jazzszene. Am 22. Januar ging es in der Stuhlfabrik Herisau los mit Eugenio Steiner (alt sax), Marcel Waldburger (p), Gabriel Meyer (b) und Lukas Meier (dr). Am 12. Februar in Hundwil ist Trompeter Michael Neff am Werk mit Josquin Rosset (p), Dusan Prusak (b) und Adi Gerlach (dr).

Trompeter Michael Neff. (Bild: pd)

Am 21. März in Steinegg wird das Trio Andi Schnoz (g), Patrick Kessler (b) und Jan Geiger (dr) heissen, und am 1. April kommt Sängerin Gabriela Krapf mit Marcel Schefer (p), Lukas Stocker (e-bass) und Rolf Caflisch (dr) zusammen in der «Harmonie» Wolfhalden, jenem gastlichen Ort buchstäblich am Ende der Welt, wo regelmässig auch die Jams stattfinden.

Diallo selber moderiert und setzt sich an einem späteren Anlass als Bandleader ans Klavier. Für Abwechslung ist gesorgt: Niemand soll mehr als an einem Anlass auftreten.

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Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

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Mehr Di­ver­si­tät, mehr Durch­mi­schung

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Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

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Von  Peter Surber
Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

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Bachtage ki und musik 1

Kunstausstellung

Kunst öff­net Tü­ren

Von  Vera Zatti
Arthur Stobete nah

Weis­ses Va­ku­um und ei­ne ro­te Kra­wat­te

Ge­sell­schafts­kri­tik, Wir­bel­säu­len und Ge­len­ke, die kei­ne sind. Im Rah­men ei­ner Zwi­schen­nut­zung zei­gen vier Kunst­schaf­fen­de noch bis zum 29. Au­gust ih­re Ar­bei­ten im Ku­bik-Are­al in St. Gal­len.

Von  Vera Zatti
Transluzent Saiten 5

Das Kreuz mit den Ga­gen

Die Kul­tur hat kei­ne Lob­by? Am Stadt­kul­tur­ge­spräch vom Don­ners­tag­abend im Tal­hof war sie da: Ver­tre­ter:in­nen von acht Be­rufs­ver­bän­den stell­ten sich vor. Bren­nends­tes The­ma wa­ren ein­mal mehr die Ho­no­ra­re.

Von  Peter Surber
Stadtkultur2