Dabei ist eine Handvoll Klassiker: Etwa The Graduate oder Thunderball mit Sean Connery – lange der erfolgreichste Film der Bond-Serie. Dazu zweimal Billy Wilder mit Jack Lemmon: Some Like It Hot und Avanti!.
Ein neuer Film ist 303 von Hans Weingartner (Die fetten Jahre sind vorbei). Jule und ihre Zufallsbekanntschaft Jan reisen in einem Hymer-Wohnmobil in Richtung Portugal. Von der Idee her ein Roadmovie, wurde daraus ein Dialogfilm nach dem Vorbild von Richard Linklaters Before Sunrise.
Dirty Rotten Scoundrels von Frank Oz ist einer jener albernen Filme, die es ab und zu einfach braucht. Der deutsche Ver- leihtitel bringt es für einmal auf den Punkt: Zwei hinreissend verdorbene Schurken. Gemeint sind Michael Caine und Steve Martin.
Wie es sich für ein Sommerprogramm gehört, zieht sich ein eher leichter Ton durch die Auswahl. Aber genauso natürlich ist beim Thema Liebe die Melancholie nie weit. Oder Mord und Totschlag.
Ein Beispiel dazu ist La Piscine (1969) mit Romy Schneider und Alain Delon: ein sich in der südfranzösischen Sommerhitze langsam entwickelnder Psychothriller. Eine schöne Idee ist es, dass auch The Bigger Splash (2015) gezeigt wird. Es ist die Adaption des gleichen Stoffs, aber ein anderer Film.
Die tragische Seite der Liebe deckt auch Bonjour Tristesse (1958) ab, gedreht von Otto Preminger, einem gefürchteten Regie- Despoten. Im Zentrum der Handlung steht die damals 20-jährige Jean Seberg, bevor sie ein Jahr später von Godard für A bout du souffle besetzt wurde.
Kinok-Openair in der Lokremise: 12. Juli bis 11. August, immer donnerstags, freitags und samstags kinok.ch
Die ersten Szenen sind noch ganz existenzialistisch in Schwarz-Weiss gefilmt. Eine Bar, Seberg ist mit einem Beau am Tanzen, auf der Bühne singt Juliette Greco. Die erste Zeile ihres Chansons: «I live with melancholy». Von da an hat Seberg nur noch die Sängerin im Blick. Mit Voice-over wird eine grosse Rück- blende eingeleitet. Preminger zeigt die Vorgeschichte in knalligen Technicolor-Farben. An der Cote d’Azur – und diesen Sommer im Rund der Lokremise – entwickelt sich ein Kammerspiel mit David Niven und Deborah Kerr in den weiteren Hauptrollen.
Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.
Tunneleröffnung
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.