Kategorie
Autor:innen
Jahr

Weiter. Weiter. Lächeln.

Seit 100 Jahren ist der Zirkus Knie als «National-Circus» unterwegs. Das Jubiläum treibt auch Blüten am Rand der Knie-Geschichte. Lohnend: der Porträtfilm «Cirque de Pic» über den St.Galler Clown und die dramatische Lebensgeschichte der Artistin Josefina Tanas im Buch «Josefina – Haare aus Stahl».
Von  Peter Surber , 
Pic mit seiner berühmten Seifenblasen-Nummer, 2002 im Zirkus Roncalli. (Bild: Udo Weger)

Ein Zelt. Ein Kreis, drum herum die Zuschauer. Und in der Mitte eine Figur, die eine Geschichte erzählt: So definiert Pic einmal im Film, was für ihn die Faszination Zirkus ausmacht. Einfachheit und Unmittelbarkeit gehörten mit dazu; in der Manege müsse eine Geschichte auf Anhieb verständlich sein. Dass Pic diese seltene Kunst beherrscht, wortlos berührende und doch nie simple Geschichten zu erzählen, zeigt der Porträtfilm von Thomas Ott.

Cirque de Pic, Film von Pic und Thomas Ott: Kinok St.Gallen, nächste Vorstellungen: 9., 11., 12. Mai

kinok.ch

Zur Legende gewordene Zirkusnummern wie «Der Fotograf», der Kellner mit den Glöcklein, natürlich die Seifenblasen, Pics Paradenummer, oder der Ritt auf dem Nilpferd sind in ausführlichen Filmausschnitten noch einmal zu erleben. Ab 1980 prägt Pic, anfangs mit seinem Partner Pello, die Programme des Kölner Zirkus Roncalli mit und rettet diesen vor dem Konkurs. Zweimal, 1983 und 1991, tritt er auch beim Knie in der Manege auf. Der Film lässt diese Zeit mit Archivaufnahmen und Erinnerungen von Weggefährten und von Pic selber lebendig werden.

Pic mit Nilpferd Jubba im Zirkus Knie. (Bild: Oldrich Zeleny)

Der Sägemehlgeruch, die nächtlichen Zugfahrten von Spielort zu Spielort, der Auf- und Abbau des Chapiteaus, die Hektik hinter den Kulissen, die «Leere und Zufriedenheit» nach der geglückten Vorstellung: «Öppis Anarchistisches» habe der Zirkus an sich, sagt Pic im Rückblick. Cirque de Pic vermittelt kein idealisiertes, aber doch ein eher romantisches Bild des Zirkusalltags und des Lebens in der zusammengewürfelten Zirkus-«Familie».

Die Frau mit den Haaren aus Stahl

Wie knallhart die Realität des Artistenlebens auch sein kann, erzählt Richard Lehner in seinem Buch Josefina – Haare aus Stahl. Es zeichnet die Lebensgeschichte der Zirkuskünstlerin Josefina Tanasa nach. Sie macht vorerst in Rumänien Zirkuskarriere, zusammen mit ihrem Partner Alexandru Veteranyi, der als Pantomime und «rumänischer Charlie Chaplin» unter dem Künstlernamen Tandarica eine Berühmtheit ist. In Bratislava sieht Rolf Knie senior das Programm und versucht die Artisten für eine Saison in die Schweiz zu holen. Als dies an Visaproblemen scheitert, entscheiden sich die beiden zur Flucht. Nach einer glückhaften Ausreise durch den «Eisernen Vorhang» gelangt das Paar samt Stieftochter Anduza, Schwester Reta und Tochter Aglaja in die Schweiz und erhält beim Zirkus Knie ein Engagement.

Aglaja Veteranyj wird später als Autorin ihre konfliktreiche Familiengeschichte im Roman Warum das Kind in der Polenta kocht erzählen. Dort steht auch der Satz, den Biograph Richard Lehner eingangs zitiert: «Meine Mutter wird jemand finden, der ein Buch mit unserer Lebensgeschichte schreibt. EISENTÜR UND TOR ZUR FREIHEIT wird es heissen.» Die Prophezeiung hat sich erfüllt, auch wenn Richard Lehner seinem Buch einen anderen Titel gegeben hat.

Richard Lehner: Josefina – Haare aus Stahl, Appenzeller Verlag Schwellbrunn 2019, Fr. 42.90

Mit ihrer akrobatischen Haar-Trapeznummer, die Josefina in ihrer Heimat gelernt und im Westen perfektioniert hat, macht das Paar Furore und gastiert bei den führenden europäischen Zirkussen. Auf einer Tournee in Spanien kommt Josefina auf die Idee: «Um für den Zirkus Werbung zu machen, liess ich mich an den Spielorten an den Haaren hängend mitten in den Städten an turmhohen Baukränen und in den Häfen an riesenhaften Schiffskränen hochziehen mit einem Zirkusplakat in den Händen. Das sah so spektakulär aus, dass viele Reporter und Schaulustige die Aktion verfolgten.»

Zeitungen und Fernsehstationen berichteten über die «Frau mit den Haaren aus Stahl» – bis ein Unfall bei einer solchen Kran-Show auf den Kanarischen Inseln ihr beinah das Genick bricht und Josefina 1976 zum Umsatteln zwingt. Sie erschafft sich eine zweite Existenz mit einem Näh- und Schneideratelier für Artistenkostüme, das bald weitherum gefragt ist. Die Odyssee von Josefina durch die Zirkusse und Variétés endet in der Ostschweiz; von Zürich zieht Josefina nach Altenrhein um, heute lebt sie in einem Altersheim in St.Gallen, wo Richard Lehner sie kennengelernt und ihre Geschichte erzählt bekommen hat.

Artistische Gratwanderung

Lehner schildert Josefinas Leben so, wie sie es ihm erzählt, auch die frühe Zeit in Rumänien und die Folgen der Flucht: Einer von Josefinas Brüdern wird von der Securitate ermordet, ein andere kommt für Jahre ins Zuchthaus. Dennoch sagt Josefina, Politik sei für sie kaum ein Thema gewesen – ob sie in demokratischen Systemen oder in einer Diktatur wie dem damaligen Franco-Spanien auftrat. «Als Artisten kümmerten wir uns nicht um Politik», zitiert Lehner. «Wir traten auf, um den Leuten Freude zu bereiten und eine Abwechslung zum Alltag zu bieten.»

Josefina Tanas, die «Frau mit den Haaren aus Stahl», und ihr Mann und Zirkuspartner Tanarica.

Das artistische Arbeiten in der Luft sei eine permanente Gratwanderung zwischen höchstem Risiko und Sicherheit, sagt Josefina. «Die Angst, dass etwas passieren könnte, ist immer da, aber während der Darbietung musste ich dies so gut wie möglich ausblenden. In der Luft darfst du an nichts anderes denken als an den nächsten Programmschritt, du hörst das Publikum raunen und applaudieren. Davon darfst du dich nicht ablenken lassen, du musst entspannt wirken, als wäre das, was du machst, das Einfachste auf der Welt. Du musst lächeln, auch wenn der Nacken vom Haarzug zu schmerzen beginnt, und nach dem Zurückschweben auf den Sägemehlboden verneigst du dich, nimmst den Schlussapplaus dankbar entgegen, stürmst durch den Vorhang ins Freie und steckst deinen Kopf in einen vorbereiteten Eimer, gefüllt mit Eiswasser.»

Für Josefina gilt das Zitat von Alfred A. Häsler in besonderem Mass: «Circus ist das Leben, Bewegung, ohne Rast, ohne Pause. Weiter, weiter. Sich nichts anmerken lassen. Lächeln. Die Trauer gehört ins Herz, nicht aufs Gesicht. Circus ist Gruss und Abschied in einem.»

Komische Knochen

Im Film über Pic tönt es einmal ganz ähnlich: «Die Figur des Clowns überwindet die Trauer über die Welt.» Das gelingt Pic nicht nur im Zirkus, sondern später auch auf den grossen und kleinen Theaterbühnen. Köstlich etwa die Typen im Programm Der Schlüssel: Die übergrosse Maske auf dem Kopf, tritt der eine mit schweren Beinen auf, der nächste trippelt elegant, eine wirkt verklemmt, ein anderer grosskotzet. Mit knapper, präziser, wortloser Körpersprache entwirft Pic seine Figuren und lässt uns lachend und manchmal leicht ertappt Anteil an ihnen nehmen.

Pic im Programm «Komische Knochen». (Bild: Franziska Rast)

Dass es schliesslich auch ganz ohne Kostümzauber, Schminke und Maske geht, zeigen die jüngsten Programme des heute 70-jährigen Pic: die «Komischen Knochen» oder die umwerfende «Rägewätter»-Nummer. Da reden zwei Alte in höchstem Ernst (und Basler Dialekt) über das Wetter, der Ton ist so perfekt getroffen, ohne entlarvend zu sein, dass der ganze Theater- oder jetzt der Kinoksaal sich grossartig amüsiert. Neben dem Mimen und Wortkünstler kommt auch der Maler Pic zu Ehren; in ausführlichen Sequenzen ruft Regisseur Ott die Ausstellung 2007 im Kulturraum am Klosterplatz in Erinnerung. Auch in Pics Zeichnungen frappieren der genaue Blick und der knappe Strich.

Das lokalpolitische Engagement Pics unterschlägt der Film hingegen fast ganz. Eine knappe Sequenz zeigt die Aktionen von Pic und Pello zur Rettung der Frauenbadi auf Drei Weieren. Der Pic-o-Pello-Zirkus von 1975, der die südliche St.Galler Altstadt vor der geplanten Autobahn-Südumfahrung rettete, fehlt im Cirque de Pic hingegen vollständig. Das ist nicht nur schade, weil eine jüngere Generation kaum noch davon weiss, sondern auch, weil der Pic-o-Pello-Zirkus eines der raren Beispiel dafür ist, dass Bühnenkunst zur Bürger-Aktion werden – und damit erst noch Erfolg haben kann.

Autobahnkämpfe einst, und jetzt?: Do 16. Mai 19.30 Uhr, ExRex St.Gallen

Saiten kommt auf das Thema zurück: mit einem Film, der an den damaligen Widerstand gegen das Autobahnprojekt erinnert und mit Infos über all die anderen Autobahnkontroversen in der Stadt – inklusive Güterbahnhof heute.

Die «Gipfelkonferenz der Clowns»

Und wie das Zirkusleben so spielt: Einmal haben sich die beiden Geschichten, jene von Pic und jene der rumänischen Artisten, überkreuzt. Das kommt weder im Film noch im Buch vor. Pic erzählt: «1994 gab es im wiedereröffneten Theater Ronacher in Wien eine  (so angekündigte) ‚Gipfelkonferenz der Clowns‘.  Und da haben Tandarica, der frühere Mann von Josefina Tanasa und Vater von Aglaja, und ich ein paar Wochen im selben Programm gearbeitet. An der Premiere stürzte Tandarica bei seiner Dirigentennummer unglücklich und verletzte sich am Kopf, war aber – natürlich – bei der nächsten Vorstellung wieder dabei.»

Dieser Beitrag erschien im Maiheft von Saiten.

 

 

 

 

 

 

Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
2610 RIO Saalbild

Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
2610 Erntehelferei 260044 us 0218 max

Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
IMG 5751

Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
2609 Staetevergleich DSC 6589

Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
7228 dsc00923

Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
1000229093

Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
3 gewerbemuseum winterthur next relations leon ehrmann matthis plaga 300dpi a5 1

Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
IMG 0333
Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
Humanhuman 2026 calexandrakochdevos lowres 2

Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

Von Christoph Keller,

Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
2609 RIO Gerd Zikeli 01 IMG 1149