Arnold Mauchle, 7. Januar 2021 um 07:41 Uhr Ich finde kritischen Journalismus gut, aber in diesem Interview empfinde ich die Formulierung der Fragen zu angriffig und den Ton zu anklagend. An Herrn Studers Stelle hätte ich Mühe damit gehabt, mich 26 Fragen lang für die Arbeit von 20 Jahren zu rechtfertigen. Umso schöner, dass seine Antworten sachlich klar ausfallen und trotzdem eine gewisse Selbstkritik beinhalten.
Hansruedi Kugler, 18. Dezember 2020 um 22:55 Uhr Loben kann man, dass wenigstens das HVM die Farbholzschnitte von Martha Cunz gezeigt hat. Es ist das Thema von Daniel Studers Dissertation. Vorsichtiger sollte er sein, sich mit fremden Federn zu schmücken. Die von ihm erwähnten Ausstellungen «Flucht», «Kinder im KZ Bergen-Belsen» oder «The last Swiss Holocaust Survivors» sind Wanderausstellungen und keine Eigenleistungen. Gut trotzdem, dass solche Ausstellungen auch in St.Gallen Halt machen.
Hansruedi Kugler, 18. Dezember 2020 um 22:54 Uhr Daniel Studer hat schon recht: Er wurde mit seinem kunsthistorischen Profil gewählt und man hat ihn gewähren lassen. Die Kritik bleibt: Wenn er Ausstellungen wie «Grazie a voi» und demnächst zum Frauenstimmrecht von den fleissigen Frauen des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz praktisch gratis ins Haus geliefert bekommt, kann er sich selbst mit kunstgeschichtlichen Preziosen beschäftigen. Die Jubiläumsausstellung des HVM heisst dann folgerichtig «Klimt und Freunde». Dies in einer Stadt, in welcher es bereits drei Kunsthäuser gibt. Man muss das einfach nochmals deutlich kritisieren.
Hans Fässler, 18. Dezember 2020 um 13:26 Uhr "...zumal «68» in St.Gallen ja kaum stattgefunden hat." Echt jetzt, Herr Studer? Oder wollen Sie sich diesen Satz nochmals überlegen? Empfiehlt Ihnen jedenfalls mit Gruss: Hans Fässler